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Auf Spurensuche: Gasanalyse

Anwender wünschen robustere Messsysteme für die Gasanalyse

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

(Bild: Fiedels - Fotolia.com)

Ohne Gasanalyse-Systeme würde kein Chemiestandort funktionieren. Sie leiten Abgaswerte an Behörden weiter, geben Rückmeldung an das Leitsystem und warnen bei Überschreiten der Grenzwerte. Dabei arbeiten die Hersteller vor allem daran, dass die Gasanalyse im Betrieb möglichst langzeitstabil und anwenderfreundlich ist.

Gasanalyse-Systeme sind in der chemischen Industrie allgegenwärtig, wie das Beispiel des Industrieparks Höchst zeigt. Hier liefert Infraserv Höchst an die produzierenden Unternehmen im Industriepark Strom, Wärme, Erdgas, Kälte und Kühlung, Wasser, Druckluft und Technische Gase. Zu den großen Energieerzeugungsanlagen gehören eine Klärschlammverbrennungs-, eine Rückstandsverbrennungsanlage, eine Ersatzbrennstoffanlage sowie ein Heizkraftwerk.

All deren Abgasströme überwacht Infraserv Höchst mit Gasmessgeräten und meldet die Werte online direkt an die Behörden. Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz werden die entsprechenden Messdaten außerdem dokumentiert. Auch in den Kälteerzeugungsanlagen werden Gassensoren eingesetzt, um zu prüfen, ob die Anlagen und die Rohre dicht sind. Dies geschieht gemäß der Kältemittelverordnung. Zudem wird das als Gefahrstoff eingestufte Ammoniak mit Gassensoren detektiert und überwacht.

Weiter setzt Infraserv Höchst Gasmesssysteme zur Qualitätsprüfung und -überwachung ein, etwa wird die Reinheit der technischen Gase Sauerstoff und Stickstoff überwacht. Auch Biogas wird erzeugt, das in der Bioerdgasaufbereitungsanlage auf Erdgasqualität aufbereitet und anschließend in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist wird. Mit Gasdetektoren wird online die Medienqualität in der Biogasanlage und in der Bioerdgasaufbereitungsanlage überprüft.

Fokus auf Langzeitstabilität

Die Aufgaben hören sich zunächst einmal überschaubar an, dennoch gibt es eine Reihe an technischen Herausforderungen. Aus Sicht von Infraserv Höchst liegen diese in der Querempfindlichkeit der Sensoren. Sensoren, die bestimmte Gase detektieren sollen, reagieren unter Umständen auch auf spezielle andere Gase. Dadurch ist eine Kalibrierung nötig, und dies wiederum erhöht für Infraserv Höchst als Betreiber den Aufwand für Wartung und Inspektion. Eine weitere Forderung betrifft die Zuverlässigkeit der Sensoren unter allen Bedingungen. Aus Anwendersicht wären hier robustere Sensoren wünschenswert, die zuverlässiger diejenigen Gase messen, auf die sie kalibriert worden sind.

Für die Gasanalyse kommen die unterschiedlichsten Technologien zum Einsatz. Auf der nächsten Seite nehmen wir diese unter die Lupe.

Ergänzendes zum Thema
 
Normentwurf: Betriebsverhalten von Gaswarnsystemen

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