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Auf Spurensuche: Gasanalyse

Anwender wünschen robustere Messsysteme für die Gasanalyse

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Mehr noch als technologische sieht man bei Bieler+Lang bürokratische Herausforderungen, die durch die ständigen Änderungen und Anpassungen der Normen entstehen. Hier entsteht ein gewaltiger Entwicklungsaufwand durch gebundene Manpower und Prüfaufwand bei den Prüfinstituten.

Ähnlich formuliert es Peter Berghäuser, Leiter der Process Analytics Marketing Communication bei Siemens: „Besondere Herausforderungen stellen die zunehmend strengeren Richtlinien bei Schadstoffemissionen für die Industrie dar – und zwar sowohl in den Industrienationen als auch in vielen Schwellenländern, die verstärkt Messungen von Schadstoffemissionen vorschreiben.“ Für die Gasmesssysteme bedeute dies, so der Experte, eine ständige Verbesserung der Messverfahren, um die sinkenden Grenzwerte bei Schadstoffkonzentrationen überwachen zu können.

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Hohe Geräteverfügbarkeit als zentrale Anforderung

Neben der Messgenauigkeit sieht Berghäuser in der Gewährleistung einer hohen Geräteverfügbarkeit eine zentrale Anforderung. Auch bei Siemens wurde erheblich daran gearbeitet, den Aufwand für Betrieb und Wartung der Systeme zu reduzieren. So gibt es beim Maxum II die Option Modular Oven. Diese Option enthält ein vorkonfiguriertes isotherm beheiztes Chromatographiesystem. Analysenteil und Ofen bilden zusammen eine kompakte und zugleich modulare Einheit. Das Entfernen und Ersetzen des Moduls lässt sich in wenigen Minuten durchführen, wodurch sich Bedienungs- und Wartungszeiten im Vergleich zu klassischen Gaschromatographen erheblich reduzieren.

Für Dräger ist außerdem entscheidend, eine kundenspezifische Komplettlösung anzubieten. „Dabei müssen alle relevanten Zulassungen, Normen und Standards national und/oder europäisch berücksichtigt und erfüllt werden. Zudem müssen die Integration und Schnittstellen zu anderen installierten Systemen stimmen“, fasst Gero Sagasser, Produktmanager bei Dräger, die Anforderungen zusammen. Das Unternehmen bietet unter anderem Transmitter mit Sensorik zum Nachweis von brennbaren (PIR 7000) oder toxischen (Polytron 7000) Gasen sowie Transmitter an, die mit Regard-Zentralgeräten zu Gaswarnsystemen zur Anzeige, Alarmierung und Dokumentation verschaltet sind.

„Neben der Zuverlässigkeit und Signalstabilität legen wir viel Wert auf kompetente Beratung und Problemlösung durch das Know-how in Bezug auf die eigen entwickelte Sensorik. Dazu gehören auch ein weltweiter Support und globale Projektabwicklung“, ergänzt Sagasser. Bei Dräger sieht man zudem Potenzial in der Berechenbarkeit der Ausbreitung von Gaswolken sowie in der Frage, woher und wohin unter Beeinflussung durch Wetter, Bebauung und Natur der Gase sich die Gaswolke ausbreitet. Ideal wäre für die Anwender noch etwas anderes: „Ein Universalsensor zur Anzeige aller gesundheitsschädlichen Substanzen im Gegensatz zum Spezialsensor, der querempfindlichkeitsfrei nur eine relevante Substanz hochempfindlich misst“, so der Dräger-Experte.

Kalibrierung, Wartung, Instandsetzung und Service der gesamten Gaswarnanlage und Installation sind heute ein Muss, wie Sie auf der nächsten Seite erfahren.

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