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Auf Spurensuche: Gasanalyse

Anwender wünschen robustere Messsysteme für die Gasanalyse

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Für die Gasanalyse kommen die unterschiedlichsten Technologien zum Einsatz. Beispielsweise beruht der neue XTC601 Wärmeleitfähigkeits-Analysator für binäre Gase von Michell auf der Wärmeleitfähigkeitsdetektion, um die Konzentration eines Gases in einem Hintergrundgas zu messen. Dabei sind folgende Gase messbar, sei es als Messgas oder Hintergrundgas: Kohlendioxid, Methan, Argon, Helium, Stickstoff, Wasserstoff oder Luft. Die spezialglasbeschichteten Präzisions-Thermistoren unterliegen keinem Verschleiß und verhalten sich inert zum Messgas. Michell bietet drei Varianten des XTC601 Gasanalysators für Binärgasgemische an. Dabei ist jede Ausführung als Standard-Industrietransmitter oder für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen verfügbar.

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Für die Hersteller ist unter anderem die vereinfachte Kalibrierung ein Thema: „Seit den 1990er Jahren bietet ABB Lösungen für die FTIR-basierende Multikomponentenmessung für Prozess- und Emissionsmessungen an. Diese ersetzen zunehmend Lösungen auf Fotometerbasis, da die FTIR-Technologie z.B. auch Schadstoffe wie HF kontinuierlich überwachen kann“, so Christoph Becker, Head of Product and Industry Management, Continuous Gas Analytics, ABB Process Automation.

Sauerstoff direkt im Prozessstrom messen

Die ABB-Produktfamilie für die Gasanalyse umfasst kontinuierliche Gasanalysatoren, FTIR- und FT-NIR-Spektrometer, Gaschromatographen, Brennwert- und Laseranalysatoren. Ausgereifte Konzepte für die Kommunikations- und Netzwerktechnik vereinfachen die Bedienung und Wartung. Ganz neu auf dem Markt ist der Laseranalysator LS4000, der die Messung von Sauerstoff direkt im Prozessstrom (in-situ) ermöglicht, selbst in explosionsgefährdeten Bereichen. Das Gerät basiert auf dem Messprinzip der Laserabsorptionsspektroskopie („tuneable diode laser absorption spectroscopy“ = TDLAS) und erreicht dadurch eine hohe Präzision auch unter schwierigen Prozessbedingungen.

Nach der Erfahrung von Becker richtet sich bei Anwendern der Fokus auf die Langzeitstabilität. Dies lässt sich beispielsweise mit Kalibrierzellen umsetzen, die noch dazu den Vorteil eines reduzierten Gasverbrauchs mit sich bringen. „In unseren Kalibrierzellen sind die Gase hermetisch eingeschlossen, der Anwender benötigt also kein Prüfgas für die Messung. Dies senkt die Betriebskosten“, erklärt Becker.

Einen weiteren Schwerpunkt bei den Entwicklungsaktivitäten sieht Becker in der Spuren- und Isotopenmessung von z.B. CO2, CH4, C2H2, H2O, NH3, HCl, H2S für die Bereiche Öl und Gas, Emissions- und Immissionsüberwachung mit dem neuen Cavity Enhanced Laser System.

Vernetzung versus Vorschriften

Die Herausforderungen kommen aber auch aus einer ganz anderen Ecke, wie man bei Bieler+Lang feststellt. Zu dessen Highlight-Produkten zählen die Wärmetöner (Pellistor)-Sensoren Exdetector HC-100 (für Ex-Zone 1, SIL 1) und Exdetector HC 200 (Ex-Zone 2, Stand alone fähig) und Exdetector HC-150 (Ex-Zone 2, SIL 1). Die robusten Sensoren reagieren auf eine Vielzahl von explosiven Gasen und Dämpfen und kommen somit in vielen verschiedensten Anwendungen zum Einsatz. So wird nach Aussage des Unternehmens mehr und mehr die Vernetzung von Systemen z.B. mit einer Gebäudeleittechnik oder SPS gefordert. Dies steht aber oft im Gegensatz zu den Vorschriften, die für ein Sicherheitssystem einzuhalten sind. Hier gilt es Vorschriften und Kundenwünsche in Einklang zu bringen.

Stellt die Bürokratie größere Herausforderungen für die Gasanalyse als die Technik? Dem sowie weiteren Anforderungen gehen wir auf der nächsten Seite nach.

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