Power-to-Heat-Projekt 35-MW-Elektrodenkessel der Infraleuna offiziell in Betrieb

Quelle: Infraleuna 2 min Lesedauer

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Ein neuer Elektrodenkessel erzeugt am Chemiestandort Leuna Prozessdampf aus Strom und ergänzt damit die bisherige gasbasierte Versorgung. Die 35-Megawatt-Anlage soll erneuerbare Energie nutzbar machen und jährlich bis zu 52.000 Tonnen CO₂ einsparen.

Stefan Kapferer, CEO der 50Hertz Transmission GmbH, Dr. Christof Günther, Geschäftsführer Infraleuna und Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär für Strukturwandel und industrielle Großprojekte in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, bei der feierlichen Inbetriebnahme des 35-Megawatt-Elektrodenkessels im Gas- und Dampfturbinenkraftwerk 2 am Chemiestandort Leuna.(Bild:  Jens Schlüter/ Infraleuna)
Stefan Kapferer, CEO der 50Hertz Transmission GmbH, Dr. Christof Günther, Geschäftsführer Infraleuna und Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär für Strukturwandel und industrielle Großprojekte in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, bei der feierlichen Inbetriebnahme des 35-Megawatt-Elektrodenkessels im Gas- und Dampfturbinenkraftwerk 2 am Chemiestandort Leuna.
(Bild: Jens Schlüter/ Infraleuna)

Mit der offiziellen Inbetriebnahme des 35-Megawatt-Elektrodenkessels der Infraleuna erreicht das europaweit einzigartige Power-to-Heat-Projekt (PtH) am Chemiestandort Leuna seinen erfolgreichen Abschluss. Gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission weihte Infraleuna die Anlage im Beisein von Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär für Strukturwandel und industrielle Großprojekte in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, der den kurzfristig verhinderten Wirtschaftsminister Sven Schulze vertrat, sowie Vertretern der regionalen Politik und der beteiligten Partnerunternehmen feierlich ein.

Mit einer Leistung von 35 Megawatt wandelt er elektrische Energie in Prozessdampf um, bevorzugt dann, wenn hohe Anteile erneuerbarer Energien im Stromnetz verfügbar sind. Dabei erreicht die Anlage für Elektrodenkessel bislang einmalige Dampfparameter von 47 bar(ü) und 320 °C. Der Chemieparkbetreiber Inraleuna und der Netzbetreiber 50Hertz Transmission realisieren damit gemeinsam die erste großtechnische Power-to-Heat-Anlage auf diesem Druckniveau an einem Chemiepark in Europa. Der Elektrodenkessel ist vollständig in die bestehende Energieinfrastruktur integriert und versorgt die Unternehmen am Chemiestandort mit bis zu 45 Tonnen Dampf pro Stunde. Dabei kann die Anlage ihre Leistung sehr flexibel an den Energiebedarf anpassen. Technisch sind Änderungen von bis zu 11 Megawatt pro Minute möglich, im Betrieb wird die Leistung jedoch auf maximal 7 Megawatt pro Minute angepasst, damit die angeschlossenen Dampfnetze die Änderungen problemlos ausgleichen können. Die Kraftwerke der Infraleuna können immer dann zurückgefahren werden, wenn der Kessel Strom aufnimmt und in Wärmeenergie umwandelt. So kann der Einsatz von Erdgas reduziert werden.

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Ein Vorteil der Technologie liegt in der CO₂-Reduktion. Da am Chemiestandort Leuna große Mengen Wärmeenergie benötigt werden, können durch den Einsatz des Elektrodenkessels gegenüber einer konventionellen gasbasierten Dampferzeugung erhebliche Mengen CO₂ eingespart werden. Unter den zugrunde gelegten Betriebsannahmen beträgt das Einsparpotenzial bis zu 52.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. Der Elektrodenkessel wird damit zu einem wichtigen Baustein einer effizienten und klimaschonenden Energieversorgung der ansässigen Unternehmen.

Die neuen Power-to-Heat-Kapazitäten verknüpfen die Strom- und Wärmeversorgung enger und sollen die Abhängigkeit der Unternehmen von Schwankungen auf den Energiemärkten verringern.

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