Newsticker Dezember: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Biontech und Pfizer zahlen 1,2 Milliarden Euro für Vergleich

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06.12.2024

Kiel (dpa/lno) *16:49 Uhr – Kiel soll Pilotregion für Phosphor-Rückgewinnung werden

Um den Rohstoff Phosphor aus Klärschlamm zu gewinnen, fördert das Land Schleswig-Holstein ein Kieler Unternehmen mit 17,7 Millionen Euro. Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) überreichte in der Landeshauptstadt den Förderbescheid an die Müllverbrennung-Phosphorrückgewinnung Kiel (MPK). Die Anlage soll bis 2028 errichtet werden und 2029 in Betrieb gehen.

Kiel werde die schleswig-holsteinische Pilotregion für die Rückgewinnung von Phosphor, sagte der Minister. «Die hier geplante Anlage ist ein Meilenstein für den schonenden Ressourcenverbrauch und die Kreislaufwirtschaft.»

Phosphor sei ein wertvoller Rohstoff für die Erzeugung von Nahrungsmitteln. Allerdings werde er häufig unter schlechten Arbeits- und Umweltbedingungen gewonnen und aus wenigen Lieferländern nach Deutschland importiert. Die neue Klärschlammverbrennungsanlage mit integrierter Phosphorrückgewinnung werde dieser Abhängigkeit entgegenwirken, das Klima schützen und einen Beitrag zum Gewässerschutz leisten, sagte Goldschmidt.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freut sich über das Projekt: Dem Standort Kiel komme damit eine landesweite Bedeutung zu, sagte er. Mit der Klärschlammverbrennung könnten weitere 4000 Kieler Haushalte mit CO2-neutral erzeugter Fernwärme versorgt werden. Aktuell liefert die Müllverbrennungsanlage Fernwärme für 17.000 Haushalte.

Die Müllverbrennung Kiel (MVK) ist eine Gesellschaft in öffentlich-privater Partnerschaft zwischen der Landeshauptstadt Kiel und Remondis in Lünen, dem größten deutschen Unternehmen für Recycling, Wasserwirtschaft sowie kommunale und industrielle Dienstleistungen. Aus der MVK entstand als Tochterunternehmen die MPK, die die Anlage zur Phosphorrückgewinnung betreibt.

Mainz (dpa/lrs) *13:46 Uhr – Weniger Ausbildungsplätze in Chemie- und Pharmabranche

Die rheinland-pfälzischen Chemieunternehmen haben in diesem Jahr 1.308 Ausbildungsplätze angeboten. Darunter waren mehr als 1.000 duale Berufsausbildungsangebote und rund 130 Angebote für ein duales Studium, wie die Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband Chemie mitteilten.

Nach einem Allzeithoch in den Jahren 2022 und 2023 beim Angebot an Ausbildungsplätzen hätten sich die Betriebe nun an die schwierige Wirtschaftslage angepasst und die Stellen reduziert. Insgesamt gebe es in diesem Jahr fast sechs Prozent weniger angebotene Stellen. Dennoch seien rund zehn Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben.

2024 sei erneut ein Großteil der ausgelernten Auszubildenden von ihren Betrieben übernommen worden, erklärten die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband: 95 Prozent seien demnach übernommen worden, 79 Prozent hätten gar einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten.

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