Newsticker Dezember: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Biontech und Pfizer zahlen 1,2 Milliarden Euro für Vergleich

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02.12.2024

Hamburg (dpa) *10:14 Uhr – Erneut Klage gegen Biontech wegen Impfschäden abgewiesen

Das Landgericht Hamburg hat erneut eine Klage gegen den Corona-Impfstoffhersteller Biontech wegen möglicher Impfschäden abgewiesen. Die Klägerin habe nicht genügend ärztliche Unterlagen vorgelegt, um zu zeigen, dass der Wirkstoff geeignet ist, um diese Impfschäden auszulösen, sagte der Richter der Zivilkammer zur Urteilsverkündung.

Die Entscheidung ist nicht die erste in einem Hamburger Verfahren gegen Biontech. Im März war in der Hansestadt bereits eine ähnliche Klage gegen den Impfmittelhersteller abgewiesen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Medizinerin hat einen Monat Zeit, um zu überlegen, ob sie Berufung gegen das Urteil einlegen möchte. Bundesweit sind dem Richter zufolge bereits rund 100 ähnliche Fälle verhandelt worden.

Die Hamburger Medizinerin hatte Biontech wegen möglicher Impfschäden nach drei Impfungen verklagt, weil sie eigenen Angaben zufolge seit und infolge der Impfung an Beschwerden wie Schmerzen im Oberkörper, Schwellungen der Extremitäten sowie Erschöpfung, Müdigkeit und Schlafstörungen leidet. Sie hatte ein Schmerzensgeld von mindestens 150.000 Euro gefordert.

Abu Dhabi (dpa) *08:53 Uhr – Kunststoffhersteller Covestro vor Übernahme durch Araber

Der Kunststoffhersteler Covestro ist sehr wahrscheinlich in arabischer Hand. Der Ölkonzern Adnoc habe im Zuge seiner Übernahmeofferte fast 70 Prozent der Anteile an dem deutschen Konzern angeboten bekommen. Dies teilten das im Dax notierte Unternehmen und der Staatskonzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten am Montag in Abu Dhabi und Frankfurt mit. Damit wurde die Mindestannahmeschwelle der Offerte von 50 Prozent plus eine Aktie deutlich übertroffen. Im Oktober war die Beteiligung mit 8,5 Prozent angegeben worden. Die behördlichen Freigaben stehen allerdings den Angaben zufolge noch aus. Die Konzernspitze von Covestro unterstützt das Angebot.

Aktionäre, die ihre Anteile bisher nicht angeboten haben, können die Offerte noch bis zum 16. Dezember annehmen, hieß es nun weiter. Die Araber bieten 62 Euro je Covestro-Aktie. Zuletzt lag der Kurs mit 57,72 Euro etwas unter diesem Gebot.

Die börsennotierten Anteile des Leverkusener Unternehmens werden bei der Offerte von Adnoc mit 11,7 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen aus Abu Dhabi will über eine Kapitalerhöhung zudem neue Aktien im Umfang von knapp 1,2 Milliarden Euro von den Leverkusenern kaufen. Zusammen mit den Covestro-Schulden von rund drei Milliarden Euro summiert sich für Adnoc also alles auf rund 16 Milliarden Euro.

Ludwigshafen (dpa/lrs) *03:41 Uhr – Trotz Einsparungen: BASF bekennt sich zu Stammwerk

Trotz eines Sparprogramms mit Stellenabbau bekennt sich der Chemiekonzern BASF zum Stammwerk in Ludwigshafen. «Es wird keine erfolgreiche BASF-Gruppe ohne einen starken Standort Ludwigshafen geben», sagte Standortleiterin Katja Scharpwinkel in der pfälzischen Stadt. Die Unternehmensleitung versuche, ihre Pläne transparent zu kommunizieren. «Wir erklären, warum wir das tun», betonte die Arbeitsdirektorin. Man spüre in der Belegschaft Verunsicherung, aber auch Verständnis. «Jeder weiß, dass wir nicht nur in Ludwigshafen, sondern in ganz Deutschland vor Herausforderungen stehen.»

Einsparungen von rund einer Milliarde Euro bis Ende 2026 sollen den Standort Ludwigshafen wieder wettbewerbsfähig machen. Damit einher geht der Abbau von Arbeitsplätzen, zudem besteht bei rund 20 Prozent der Produktionseinheiten ein kurz- bis langfristiges Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit.

«Da schauen wir gerade rein», sagte Scharpwinkel. Bei allen betroffenen Anlagen wolle man zuerst Wege finden, sie wieder wettbewerbsfähig zu machen. «Ich kann Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös sagen, wie viele wir davon möglicherweise stilllegen müssen.»

Die Gespräche für eine Nachfolge der Ende 2025 auslaufenden Standortvereinbarung sollen «in Kürze» beginnen, erklärte die Standortleiterin. «Die künftige Vereinbarung sollte die anstehenden Veränderungen ermöglichen. Mit diesem Geist gehen wir in die Verhandlungen.»

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Hamburg (dpa) *03:31 Uhr – Urteil nach Klage gegen Biontech wegen Impfschäden erwartet

Das Landgericht Hamburg will heute (9.30 Uhr) das Urteil in einem Verfahren gegen den Corona-Impfstoffhersteller Biontech verkünden, den eine Hamburger Medizinerin wegen möglicher Impfschäden verklagt hatte. Die Frau leidet eigenen Angaben zufolge seit und infolge der Impfung an Beschwerden wie Schmerzen im Oberkörper, Schwellungen der Extremitäten sowie Erschöpfung, Müdigkeit und Schlafstörungen. Sie hatte ein Schmerzensgeld von mindestens 150 000 Euro gefordert. Die mündliche Verhandlung zu dem Fall war Mitte September. Das Urteil der Zivilkammer ist einer Gerichtssprecherin zufolge nicht die erste Hamburger Entscheidung in einem Rechtsstreit gegen Biontech. Bereits im März hatte das Landgericht eine ähnliche Klage abgewiesen.

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