Newsticker Dezember: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Biontech und Pfizer zahlen 1,2 Milliarden Euro für Vergleich

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18.12.2024

Brüssel (dpa) *17:34 Uhr – Deutschland darf Milliarden in grüne Kraftstoffe stecken

Deutschland darf die weltweite Produktion von umweltfreundlichen Kraftstoffen mit 2,7 Milliarden Euro unterstützen. Die Niederlande wollen sich mit 300 Millionen an dem gemeinsamen Vorhaben beteiligen, teilte die EU-Kommission mit.

Mit den staatlichen Beihilfen soll Elektrolysekapazität vor allem außerhalb der EU aufgebaut werden. So kann etwa klimafreundlicher Wasserstoff hergestellt werden, Voraussetzung ist, dass für die Elektrolyse Strom beispielsweise aus Windkraft eingesetzt wird. Die Kraftstoffe sollen dann in die EU eingeführt werden und so unter anderem die Abhängigkeit von russischem Gas verringern.

Die Beihilfen sollen über ein Auktionssystem vergeben werden. Konkret geht es darum, dass Verträge zwischen einem Produzenten mit dem niedrigsten Verkaufspreis und einem Käufer mit dem höchsten Einkaufspreis geschlossen werden. Die Beihilfe soll die Lücke zwischen dem Verkaufs- und Einkaufspreis schließen.

Staatshilfe unterliegt in der EU strengen Regeln, um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden. Damit soll verhindert werden, dass finanzstarke Länder wie Deutschland und Frankreich ihren Unternehmen unverhältnismäßige Vorteile gegenüber Unternehmen aus kleineren Ländern verschaffen könnten.

Lingen (dpa/lni) *10:01 Uhr – BP investiert in Wasserstoffproduktion in Lingen

Der Mineralölkonzern BP treibt seine Pläne für die Produktion von grünem Wasserstoff in seiner niedersächsischen Raffinerie in Lingen im Emsland voran. Nun sei eine endgültige Investitionsentscheidung für eine Produktionsanlage getroffen worden, mit der jährlich bis zu 11.000 Tonnen Wasserstoff erzeugt werden sollen, teilte das Unternehmen mit. Es sei die bislang größte Anlage für die Wasserstoffherstellung im industriellen Maßstab von BP und die erste, die der Konzern vollständig besitze und betreiben werde.

«Die Entscheidung ist eine sehr gute Nachricht für BP und für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland», sagte BP-Europa-Chef Patrick Wendeler in einer Mitteilung. Eine Förderung des Bundes und des Landes Niedersachsen haben maßgeblich zur Weiterführung des Projektes beigetragen.

Mit erneuerbarer Energie hergestellter Wasserstoff soll einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Um Wasser bei der Elektrolyse in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten, muss sehr viel Energie eingesetzt werden. Wird dazu erneuerbare Energie genutzt, spricht man von «grünem Wasserstoff».

BP will den in Lingen hergestellten Wasserstoff Industriekunden in der Region anbieten. Die Produktionsanlage, ein Elektrolyseur, soll neben der bestehenden BP-Raffinerie errichtet und direkt an das Wasserstoffkernnetz angeschlossen werden. Der benötigte Strom soll von Offshore-Windparks kommen. Der Baubeginn ist für 2025 geplant, die Inbetriebnahme soll 2027 folgen.

Zum genauen Investitionsvolumen machte BP keine Angaben. BP hatte aber bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt, den Standort bis 2030 zu einem integrierten Energiezentrum ausbauen zu wollen. Zwar sollen in Lingen auch weiterhin Benzin, Diesel, Heizöl und Grundstoffe für die chemische Industrie herstellen. Das Angebot will BP aber erweitern.

Für den Ausbau sollte nach früheren Angaben insgesamt ein mittlerer bis hoher dreistelliger Millionen-Euro-Betrag in den kommenden Jahren investiert werden.

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