I/O-System

Zuverlässige Übertragung von Prozessdaten aus dem Tanklager

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Kundenspezifische Edelstahlgehäuse

Installiert sind die FB-Remote-I/O-Systeme in Edelstahlgehäusen in direkter Nähe der Tanktassen und der Verladestation, in der Lkw über Entnahmeeinrichtungen abgetankt werden. Bis zu vier Stationen sind hierbei zu einer Insellösung zusammengefasst, um genau definierte Anlagenteile abzudecken. Die Inseln sind entsprechend der Steuerungs-Topologie definierten Tanktassen zugeordnet; eine Profibuslinie ist jeweils an eine Insel gekoppelt.

Da die Ausstattung der Tanks mit Sensoren und Aktoren untereinander ähnlich ist, gibt es im Detail nur drei Layouts in der Modulbestückung des I/O-Systems. Dieser Unterschied begrenzt sich durch den Typ der E/A-Module auf zwei Steckplätze. Das schaffte Synergien für die Planung, Montage und insbesondere die Systemkonfiguration und reduzierte mögliche Fehlerquellen. Der modulare Aufbau der Einheiten macht das System sehr übersichtlich und wirkt sich dadurch positiv auf die Instandhaltung aus.

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Im Tanklager sind insgesamt 23 Stationen auf acht Profibuslinien verteilt, um Druck-, Temperatur- und Füllstandmessungen sowie die Steuerung von Magnetventilen und auch Stellungsregler von Armaturen aufzunehmen. Ein Profibuskabel abgehend von dem Mastersystem ersetzt dabei die vielen Sammelkabel zum Leitsystem. Dadurch wurden mehr als fünf Kilometer des am Standort typischen 50-adrigen Sammelkabel eingespart.

Die nach Vorgaben von Boehringer Ingelheim gebauten Gehäuse haben den Vorteil, dass neben der mit Modulen bestückten Backplane auch ein Klemmbereich als Verteilerstützpunkt genutzt wird. Dieser wird zur Anschaltung der Überfüllsicherungen und des Trockenlaufschutzes verwendet, da diese Sensorik als Ausnahme auch künftig mit Auswerteelektronik im Schaltraum verbunden ist. „Somit konnte die bestehende Sensorik erhalten bleiben, ohne zusätzliche Feldverteiler einzusetzen“, erklärt Angelov. „Diese Lösung ist sehr flexibel. Wir können beim Ersatz der alten Sensoren des Trockenlaufschutzes künftig auf die Auswerteelektronik im Schaltraum verzichten und den Sensor direkt auf ein Modul verdrahten.“

Fazit

Die Verlegung der Signalebene in die Anlage unter Verwendung des FB-Remote-I/O-Systems in einem auf das Projekt optimal angepasstem Aufbau im Edelstahlgehäuse zeigt deutliche Vorteile im Vergleich zur bisherigen Lösung. Während der Umbauphase konnte durch Parallelbetrieb alter und neuer Technik die Ausfallzeit für jedes Tankmedium auf das erforderliche Maß reduziert werden. Denn beim Medienumschluss war es möglich, durch die eigenständige EMR- und PLT-Struktur die zugehörigen Messstellen selektiv von der alten auf die neue Steuerung zu wechseln.

* Die Autorin ist Produkt Marketing Managerin, Geschäftsbereich Prozessautomation, Pepperl+Fuchs GmbH, Mannheim.

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