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Dieses Audit beinhaltet natürlich Alfacheck Monitoring. Drauf basierend wird dann in vielen Fällen ein Servicevertrag abgeschlossen, der allumfassend alle prozesstechnischen, Betriebs- und Instandhaltungsaspekte berücksichtigt. Nach jedem Monitoring erhält der Kunde einen aktualisierten Alfacheck Report für jeden einzelnen Plattenwärmeübertrager und eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Empfehlungen. Die Serviceverträge sind so flexibel gestaltet, dass die Reinigung nur dann empfohlen und durchgeführt wird, wenn es auch tatsächlich notwendig ist. Die gesamte Philosophie dieser Verträge zielt auf Kosteneinsparung, Produktivitätssteigerung und Vermeidung von Produktionsverlusten für den Anwender ab.
Das zustandsbezogene Reinigungskonzept für Plattenwärmeübertrager wurde im Jahre 2006 im Mittleren Osten eingeführt, nachdem die erfolgreiche Anwendung auf dem europäischen Markt vor mehr als 10 Jahren begann. Seitdem wurden bei mehr als 25 Großkunden in den Branchen Petrochemie, Öl und Gas sowie der Stahlindustrie, zu denen unter anderem Unternehmen aus Saudi Arabian, VAR und Katar zählen, tausende von Monitoringservices an mehr als 400 Plattenwärmeübertragern durchgeführt. Einer der Hauptanwender in Saudi Arabien ist beispielsweise die Firma Sabic mit ihren 19 saudischen Tochtergesellschaften.
JUPC United in Saudi Arabien: Ein Fallbeispiel
Alfa Laval hat 2006 begonnen, bei der Sabic Tochtergesellschaft JUPC United in Saudi Arabien das zustandsbezogene Reinigungskonzept sporadisch anzuwenden, weil die installierten Seewasser-Plattenwärmeübertrager insbesondere während der heißen Sommermonate nicht den Anforderungen entsprechend arbeiteten und relativ oft und unnötig geöffnet wurden. Dies verursachte zusätzliche Kosten und Produktionsverluste. Ende 2007 entschloss sich der Betreiber, das zustandsbezogene Reinigungskonzept von Alfa Laval für seine 39 Plattenwärmeübertrager einzuführen. Bis heute werden diese Plattenwärmeübertrager regelmäßig und erfolgreich mit Alfacheck überwacht. Ursprünglich wurden alle Plattenwärmeübertrager jährlich bis zu drei Mal mit Alfacheck überprüft. Nach einer Lernphase von 2-3 Jahren konnte die Monitoring Rate auf bis zu zwei Mal pro Jahr für jeden Plattenwärmeübertrager heruntergefahren werden. Alfa Laval hat inzwischen auch gelernt, dass einhergehend mit einer Verbesserung der Seewasseraufbereitung nach einem Jahr Betrieb alle Plattenwärmeübertrager immer noch im grünen oder gelben Bereich sind. Deshalb hat Alfa Laval gemeinsam mit dem Kunden entschieden, im Regelfall nur noch ein Monitoring pro Apparat pro Jahr durchzuführen. Die Ergebnisse der CIP Reinigung werden dann nach dem Zufallsprinzip an einzelnen Plattenwärmeübertragern überprüft.
In den Jahren vor Einführung des Konzeptes wurden fast alle der 30 Apparate jährlich geöffnet und jede der rund 19.000 Platten dieser Installation individuell mit Wasserstrahl gereinigt. Bereits ein Jahr nach Einführung der zustandsbezogenen Reinigung konnte die Anzahl der zu öffnenden Apparate auf 9 reduziert werden. Nur 14 Apparate mussten chemisch, also ohne Öffnen, gereinigt werden, und die restlichen konnten ohne Reinigung weiter betrieben werden. Wieder ein Jahr später mussten von allen Apparaten nur insgesamt 8 einer CIP-Reinigung unterzogen werden. Die übrigen Apparate konnten ohne Reinigung weiter betrieben werden. Die nachgewiesenen Kosteneinsparungen, die Zuverlässigkeitsverbesserung und die Vermeidung von Produktionsausfällen haben belegt, dass dieses Konzept große Vorteile für den Betreiber bietet.
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