Schüttgut-Anlagen Wie Sie nicht fließende Schüttgüter aus Silos abziehen

Autor / Redakteur: Albin Holzmann / Sabine Mühlenkamp

Nicht fließende Schüttgüter aus Silos abzuziehen ist für das Anlagenbauunternehmen Geroldinger nichts ungewöhnliches. Dass man diese Expertise jedoch bei einem eigenen Bauvorhaben umsetzen konnte, überraschte.

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Auf dem Betriebsgelände von Geroldinger befindet sich mit 650 m³ das wahrscheinlich größte funktionierende Miscanthus-Versuchs-Silo Europas. Neben einer neuen Silogeomatrie ist das Austragssystem Oszillomat entscheidend für den richtigen Materialfluss.
Auf dem Betriebsgelände von Geroldinger befindet sich mit 650 m³ das wahrscheinlich größte funktionierende Miscanthus-Versuchs-Silo Europas. Neben einer neuen Silogeomatrie ist das Austragssystem Oszillomat entscheidend für den richtigen Materialfluss.
(Bild: Geroldinger)

Immer wieder mussten bei Geroldinger, einem Anlagenbauunternehmen für Schüttgut-Anlagen, sehr große unregelmäßige Wärmemengen bereit gestellt werden. Diese Spitzenlasten wurden in der Vergangenheit mit fossilen Brennstoffen wie Heizöl oder Flüssiggas abgedeckt. Mit der Verdopplung des Betriebsgebäudes war jedoch klar, dass eine Alternative in puncto Heizanlage nötig war, die wirtschaftlich, flexibel und umweltfreundlich war. So sollten die Heizkosten durch Flexibilität bei der Brennstoffauswahl reduziert werden. Miscanthus, Getreide, Hackgut, Pellets, Holzreste oder Holzstäube standen zur Auswahl.

Der Miscanthus oder ein gleichwertiger Brennstoff sollte lose dem Brenner zugeführt werden, um Energie und Kosten durch Wegfall der Komprimierung (Pelletpressung) zu sparen. Geradezu Ehrensache für den renommierten Anlagenbauer war die staubfreie und automatisierte Brennmaterialbeförderung aus dem Silo. Schließlich bedeutet eine effiziente Brennstoffübergabe und Verbrennung auch einen optimalen Wirkungsgrad.

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Der umweltschonende Betrieb sollte zudem durch die automatische Austragung der Asche über eine pneumatische Förderung in einen Puffer-Silo erreicht werden. Die Asche wird anschließend auf dem Acker zur Bodenverbesserung ausgebracht. Im Silo, in dem platzsparend und staubfrei selbst große Brennstoffmengen gelagert werden können, wird ein zusätzlicher Trocknungseffekt erreicht. Die neu errichtete Heizanlage dient damit auch als Pilot- und Präsentationsanlage für die Schüttgutkategorie „nicht fließende Schüttgüter“.

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