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Motormanagementsystem Wie Sie Ihre Motoren jetzt noch leichter managen

| Autor / Redakteur: Stefan Bömoser / Dr. Jörg Kempf

Der große Funktionsumfang des Motormanagementsystems Simocode pro erhöht in vielen Branchen und Applikationen Verfügbarkeit und Betriebssicherheit. Nun hat Siemens dem Wunsch von Anwendern entsprochen und seine Geräte mit einer zusätzlichen Modbus-RTU-Kommunikation ausgerüstet.

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Für die Öl- und Gasbranche, wo die Modbus RTU-Kommunikation gerne eingesetzt wird, ist das modular aufgebaute Motormanagementgerät Simocode pro V ideal.
Für die Öl- und Gasbranche, wo die Modbus RTU-Kommunikation gerne eingesetzt wird, ist das modular aufgebaute Motormanagementgerät Simocode pro V ideal.
(Bild: Siemens)

In vielen Industriezweigen sind Antriebslösungen mit konstanter Drehzahl unverzichtbar. Branchen wie Öl/Gas, Chemie/Petrochemie oder der Wasser-/Abwassersektor setzen oft Drehstrom-Asynchronmotoren im Niederspannungsbereich ein, die direkt am Netz betrieben werden. Vielfach wird das Motormanagementsystem Simocode Pro eingesetzt, um einerseits die vielfältigen Steuerungsfunktionen auszuschöpfen und andererseits mit den damit erzielbaren Schutz- und Diagnosefunktionen die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen weiter zu erhöhen. Das steigert die Prozessqualität und minimiert Risiken.

Jetzt hat Siemens das modulare Motormanagementgerät Simocode Pro V mit einer zusätzlichen Feldbus-Kommunikation ausgestattet, dem Modbus RTU. Dieses weit verbreitete Protokoll bietet gegenüber anderen Lösungen verschiedene Vorteile. Neben dem einfachen Systemaufbau und der leichten Einbindung in Automatisierungssysteme überzeugt Anwender vor allem eines: Bei Modbus RTU sind Kommunikationsbaugruppen mit zwei Kommunikationsports verfügbar. Das ermöglicht den Aufbau eines Modbus-Rings, wodurch sich mit geringem Aufwand redundante Kommunikationsstrukturen in der Feldebene erzeugen lassen. Das erhöht in Kombination mit den Simocode-Pro-Geräten die Ausfallsicherheit und somit die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen.

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Dabei unterstützt das Motormanagementgerät die gängigen Modbus-Übertragungsgeschwindigkeiten 9,6/19,2/57,6 KBaud und alle gängigen Funktionscodes von Modbus RTU. Die bereits bekannten Erfassungsmodule, Bedienbausteine und Erweiterungsmodule können auch für die neue Modbus-Variante eingesetzt werden. Damit ist diese in puncto Systemaufbau und Funktionsumfang ebenso flexibel wie die Geräte mit Profibus DP und Profinet.

In erster Linie lassen sich damit Motoren einfach ansteuern. Aufwändige Hardwareverdrahtungen für Verbraucherabzweige, Wendestarter, Sanftstarter oder Stern-Dreieck-Kombinationen sind obsolet. Zugleich wird ein multifunktionaler, elektronischer Vollschutz erreicht, wodurch man sich zusätzliche Schutz- und Überwachungsgeräte im Schaltschrank spart.

Parametriert wird grafisch per Drag & Drop mit der Software Simocode ES V13. Die im Engineering Framework „TIA Portal“ von Siemens realisierte Software hat nicht nur das gleiche Look & Feel wie die restliche Steuerungsumgebung, sondern bietet auch eine einheitliche Projektdatenbasis für alle verwendeten Simocode-Geräte und Automatisierungskomponenten von Siemens.

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