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ACHEMA-Trendbericht Chemieanlagenbau-Konzepte

Welche Entwicklungen bestimmen den Chemieanlagenbau?

04.01.2009 | Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Vom 11. bis 15. Mai werden auf der ACHEMA 2009 Anbieter wie Betreiber intensiv über moderne Anlagenkonzepte diskutieren. Bild: Archiv
Vom 11. bis 15. Mai werden auf der ACHEMA 2009 Anbieter wie Betreiber intensiv über moderne Anlagenkonzepte diskutieren. Bild: Archiv

Global vernetzte Märkte und ein wachsender Preisdruck prägen die chemische wie auch pharmazeutische Industrie. Time-to-Market wird immer kürzer, gleichzeitig soll die Produktqualität konstant hoch sein. Dies alles muss der Chemieanlagenplaner vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und den Forderungen nach effizienter Ressourcennutzung bei seinen Planungen berücksichtigen.

Die ökonomische Lebensdauer einer Anlage ist nicht alleine vom Verschleiß und der Abnutzung abhängig. Vielmehr bestimmen die sich immer schneller ändernden Marktbedingungen sowie Innovationen bei Verfahren und Technologien die Dauer des Anlagen-Lebenszyklus. Im Verlaufe ihres gesamten Lebenszyklus von 40 bis 50 Jahren wird eine Chemieanlage deshalb modernisiert, rationalisiert, erneuert und immer häufiger adaptiert und optimiert, um den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden.

Welche Entwicklungen bestimmen derzeit den Chemieanlagenbau? Welche ‚treibenden Kräfte‘ sind identifizierbar? Ganz allgemein kann der Beobachter feststellen: Die Größe von Chemieanlagen entwickelt sich in beiden Dimensionen weiter – sowohl in Richtung ‚Megaanlagen‘ als auch in Richtung ‚Mikroanlagen‘. Generell ist auch der Trend zur Modularisierung und weitergehenden Automatisierung ungebrochen: Modulare Anlagenkonzepte machen den Betreiber flexibler, er kann rascher und kostengünstiger auf veränderte Marktentwicklungen reagieren. Und die Automatisierung bietet ein reproduzierbares, hohes Qualitätsniveau bei sinkenden Personalkosten.

So stehen bei der Konzeption von Anlagen bei der BASF die maßgeschneiderte Produktion, standardisierte Module sowie Fragen der Operability (Betriebsstrategie, integriert in die Engineering-Phase) und Maintainability (Instandhaltungsstrategie, ebenfalls integriert in die Engineering-Phase) im Vordergrund.

Megaanlagen für Grundstoffe

Warum liegen Megaanlagen weiter im Trend? Es geht hier um die ‚economies-of-scale‘: Großanlagen senken die spezifischen Investitionskosten. Die durchschnittlichen Anlagenkapazitäten zur Herstellung von Basis-Chemikalien sind in der vergangenen Dekade um den Faktor zwei bis sechs gestiegen. Auftragswerte von mehreren hundert Millionen Euro sind keine Seltenheit. In der Spitze können die Vorhaben sogar Größenordnungen von einer Milliarde Euro überschreiten, wie die Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau (AGAB) des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) berichtet.

 

Trends auf einen Blick

 

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