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Förderprozess-Foren: Schwerpunkt Ex-Schutz

Was tun, wenn’s im Silo brennt?

| Autor/ Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Brand- und Explosionsschutz gehen nicht im Alleingang – Der zweite Tag des 9. Schüttgut- Forums – Teil der Förderprozess-Foren im Dezember 2015 – stand ganz im Zeichen der Anlagen­sicherheit. Von konstruktiven Maßnahmen bis zur aktiven Brandbekämpfung diskutierten die Experten in Würzburg, wie sich Schüttgüter wirtschaftlich und sicher handeln lassen. Eines wurde dabei schnell klar: Beim Thema Ex-Schutz müssen alle an einem Strang ziehen.

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(Bild: VBM-Archiv )

Statistisch gesehen brennt in Deutschland pro Tag ein Silo – mit dieser erschreckenden Tatsache setzte Jörg Kayser von DMT das Thema Sicherheit ganz oben auf die Agenda des Schüttgut-Forums 2015. Und nicht zu Unrecht: Immerhin sind Silobrände und Staubexplosionen gefürchtete Risiken beim Handling von Schüttgütern, Pulvern und Granulaten. Aus diesem Grund haben die Veranstalter der Förderprozess-Foren – die Medienmarken PROCESS und Schüttgut – Technologieexperten, Anlagenbauer und Betreiber auf die Festung Marienberg in Würzburg eingeladen.

Unter dem Motto „Aus der Praxis – für die Praxis“ diskutierten hochkarätige Spezialisten bereits zum dritten Mal wesentliche Themen aus den Bereichen Pumpen, Schüttgüter und Pharmafeststoffe. Immer dabei: das Thema Anlagensicherheit.

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Wo immer brennbare Materialien gehandhabt werden, ist das Risiko von Bränden oder Staubexplosionen nicht weit. Wenn es zur Katastrophe kommt, ist guter Rat teuer: Staubexplosionen sind ex­trem zerstörerisch. Der sich rasant ausbreitende Feuerball und Druckstoß können ohne Druckentlastung verheerende Folgen für Anlage und Betreiberpersonal haben.

Auch mit Silobränden ist nicht zu spaßen: Die häufig tief im Schüttgut verborgenen Glutnester sind extrem schwer zu löschen. Zudem führe ein Brand in den meisten Fällen zu einem Verbacken oder Verklumpen des gelagerten Materials, weiß Kayser. Ein Austrag über Schütten und Klappen sei so kaum noch möglich.

Wehret den Anfängen

Brandbekämpfer tun sich häufig schwer mit dem Löschen von Silos, Bunkern und Co: „Feuerwehren sind sehr gut geschult beim Löschen von Häusern oder Gasen – aber beim Löschen von Stäuben ist der Nachholbedarf oft groß“, erklärt der Experte. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, ist es notwendig, einmal einen Blick auf die Hintergründe solcher Katastrophen zu werfen.

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