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Ganzheitlicher Ansatz

Was bedeutet Industrie 4.0 für den Fluidikexperten Bürkert?

| Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern* / Anke Geipel-Kern

Ein smartes Produkt: Anwendungen für diese Massendurchflussregler finden sich in der Metall-, Glas- und auch in der Lebensmittelindustrie.
Ein smartes Produkt: Anwendungen für diese Massendurchflussregler finden sich in der Metall-, Glas- und auch in der Lebensmittelindustrie. (Bild: Bürkert)

Digitale Mess- oder Steuergeräte allein sind bei der Digitalisierung nur die halbe Miete. Erst wenn Produktionsprozesse und Service ebenfalls Industrie 4.0-tauglich sind, wird das Bild rund. Und der Kunde gehört in den Mittelpunkt.

Alles was fließt, fasziniert uns, lautet der Slogan des Fluidexperten Bürkert und tatsächlich ist momentan bei dem Ingelfinger Unternehmen allerhand im Fluss. Pünktlich zum 70-jährigen Jubiläum hat das Unternehmen im letzten Jahr den neuen Campus Criesbach eingeweiht und damit Montage und Logistik auf einen neuen Standard gehoben.

30 Millionen Euro hat die Geschäftsführung in die Erweiterung des Systemhauses gesteckt, jetzt gibt es hier auf dem offenen grünen Gelände eine neue Montagehalle mit Logistikzentrum, ein Ausbildungszentrum sowie ein Casino mit Tagungsräumen. Vom Feinsten ist auch die Glasarchitektur, die den Campuscharakter betont und die Augen jedes Designbegeisterten aufleuchten lässt.

In der Amerikazentrale Huntersville North Carolina ist ein ähnlicher Campus in die Höhe gewachsen – sogar mit Basketballcourt, wie es sich für die USA gehört.

Heribert Rohrbeck, CEO von Bürkert
Heribert Rohrbeck, CEO von Bürkert (Bild: Bürkert)

Beide Investitionen seien ein klares Wachstumsbekenntnis, betont Geschäftsführer Heribert Rohrbeck, das Teil der Bürkert-­Strategie 2023 ist. Überall gibt es hochmotivierte Mitarbeiter, die vom Campus-Flair schwärmen und begeistert über ihre neusten Entwicklungen berichten.

Sprungbrett in die Digitalisierung

Rohrbeck reiht sich da gerne ein. Früher war er selbst in der Entwicklung, heute kokettiert er mit der Aussage, er könne mittlerweile nicht mehr bedienen, was seine Produktspezialisten entwickeln würden. Damit übertreibt er vermutlich, trotzdem trifft seine Aussage sicher in Teilen zu, denn allein der Übergang vom Analog- zum Digitalgerät hat deutliche Spuren im Design und im HMI hinterlassen.

Ohne Digitalisierung geht bei Bürkert schon lange nichts mehr. Bestes Beispiel ist die Entwicklung der Edip-Plattform, die das Unternehmen als Tor zur Industrie 4.0 vermarktet. Das Kürzel steht für Efficient Device Integration Platform und soll die Integration von Feldgeräten und die Nutzung von Diagnosefunktionen vereinfachen. Ziel ist es, Sensoren und Aktoren im Feld dezentral miteinander zu verknüpfen und mit eigener Intelligenz zu versehen.

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Die Plattform kann autark arbeiten aber auch als Subsystem in den Feldbus oder das Netzwerk eingeklinkt werden und kommuniziert über eine Canopen-Schnittstelle mit den Edip-fähigen Feldgeräten. Ein wichtiger Baustein ist die PC-Software „Communicator“, die jeder Edip-Kunde kostenfrei von der Webseite herunterladen kann.

Über Communicator kann der Anwender alle „intelligenten“ Bürkert-Produkte konfigurieren bzw. parametrieren. Praktisch ist die grafische Programmieroberfläche, da sich mit ihrer Hilfe beliebige Funktionen realisieren und applikationsspezifische Prozessabläufe regeln lassen, z.B. Mischungsregelungen von Gasen, Zustandserfassungen oder eine Fehlerüberwachung. Wer Teilprozesse anpassen und optimieren will, braucht damit nicht mehr ins Leitsystem einzugreifen, was die Anlageneffizienz steigert sowie Zeit und Kosten spart.

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