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Polysilicium-Anlage Wacker feiert die Eröffnung der neuen Polysilicium-Anlage in den USA

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Produziert wird dort schon seit Dezember 2015 – aber die offizielle Einweihungsfeier des neuen Wacker-Standorts für Polysilicium in Tennessee stand noch aus. Das hat die Konzernleitung jetzt nachgeholt. Die Milliardeninvestition markiert den Aufbau eines weiteren integrierten Silizium-Standortes.

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Destillationskolonnen am Polysiliciumstandort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee.
Destillationskolonnen am Polysiliciumstandort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee.
(Bild: Wacker Chemie)

Charleston, USA – Nach fünfjähriger Bauzeit hat Wackerchef Rudolf Staudigl jetzt den offiziellen Startschuss für die neue Wacker-Polysilicium-Anlage in Tennessee gegeben. Produziert wird dort schon seit Dezember 2015 – aber die offizielle Einweihungsfeier des neuen Wacker-Standorts stand noch aus. Das hat die Konzernleitung jetzt nachgeholt und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung eingeladen, darunter der Gouverneur des US-Bundesstaates Tennessee Bill Haslam sowie die beiden US-Senatoren Lamar Alexander und Bob Corker.

2,5 Mrd. US-$ ließ sich der Konzern den Bau kosten, das den Start in einen integrierten Siliciumstandort in den USA markieren soll, ähnlich den Standorten, die Wacker in Nünchritz und Burghausen betreibt. Hier wir dort ist eine Anlage für pyrogene Kieselsäuren der Marke HDK das Herzstück des Verbundes. Deshalb prüft die Konzernspitze auch für Tennessee gerade den Bau einer HADK-Anlage.

Photovoltaik treibt Nachfrage nach Polysilicium

Die Aussichten, das die Anlage kommt sind recht gut. Der Photovoltaikmarkt entwickelt sich weiter und birgt für Konzernchef Rudolf Staudig große Wachstumschancen. Die Kosten für Strom aus Photovoltaikanlagen seien in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Das habe diese Art der Energieerzeugung noch wettbewerbsfähiger gemacht und führe dazu, dass neue Märkte erschlossen werden“, erläuterte Staudigl.

Die weltweit neu installierte Leistung werde in diesem Jahr unternehmenseigenen Schätzung zufolge weiter zulegen und zwischen 60 und 70 Gigawatt liegen, sagte Staudigl. Besonders hoch sei dabei der Zubau in China, den USA, Japan und Indien. Hochwertiges Material wie eben das von Wacker sei deshalb zunehmend gefragt, betont Staudigl.

In Tennessee ist derweil die Inbetriebnahme in vollem Gang. Seit Dezember sind dort bereits rund 1000 Tonnen Polysilicium hergestellt worden. In den kommenden Monaten fährt die Betriebsmannschaft die Produktion schrittweise weiter nach oben, die volle Kapazität von mehr als 20000 Jahrestonnen werde Unternehmensmeldung voraussichtlich im 3. Quartal dieses Jahres erreicht. In Charleston sind derzeit rund 600 Beschäftigte tätig, im Komplettbetrieb sollen es rund 650 Mitarbeiter sein.

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