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Neuer Reaktor für Dispersionen Wacker baut Produktionskapazitäten für Polymerprodukte in Nanjing aus

| Redakteur: MA Alexander Stark

Um seine chinesischen Polymeraktivitäten zu erweitern, investiert Wacker rund 855 Millionen Euro in den Bau von zwei Produktionsanlagen in Nanjing.

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Der Wacker-Standort Nanjing: In dem voll integrierten Werk werden Dispersionen und Dispersionspulver als Bindemittel für Bauanwendungen, Lacke und Klebstoffe hergestellt.
Der Wacker-Standort Nanjing: In dem voll integrierten Werk werden Dispersionen und Dispersionspulver als Bindemittel für Bauanwendungen, Lacke und Klebstoffe hergestellt.
(Bild: Wacker)

München; Nanjing/China – Wie der Münchner Chemiekonzern Wacker bekannt gab, sollen die bestehenden Anlagen des Standorts Nanjing um einen Reaktor für Vinylacetat-Ethylen-Copolymer (VAE)-Dispersionen und einen Sprühtrockner für VAE-Dispersionspulver erweitert werden. Der Baubeginn der neuen Anlagen soll unmittelbar nach Erteilung der finalen Genehmigungen durch die lokalen Behörden erfolgen. Die Inbetriebnahme des Reaktors und des Sprühtrockners ist für die zweite Hälfte des Jahres 2022 geplant. Die neuen Anlagen sind nach ihrer Fertigstellung die weltweit größten ihrer Art.

Mit dem Ausbau wird die Produktionskapazität des Unternehmens in Nanjing mehr als verdoppelt. So soll die steigende Nachfrage nach hochwertigen Bindemitteln – insbesondere aus der stetig wachsenden Bauindustrie in China – befriedigt werden. China ist der weltweit größte Markt für Bauanwendungen, auf den 20 % aller Bauinvestitionen entfallen. Der Kapazitätsausbau in Nanjing soll die Position des Konzerns bei Dispersionen und Dispersionspulvern auf Basis von Vinylacetat-Ethylen stärken, teilte das Unternehmen mit.

An dem voll integrierten Produktionsstandort im Nanjing Jiangbei New Material High-Tech Park stellt Wacker VAE-Dispersionen, Dispersionspulver und Polyvinylacetat-Festharze her. Zum Einsatz kommen Polyvinylacetat-Festharze, die unter dem Handelsnamen Vinnapas vermarktet werden, zum Beispiel als Bindemittel und/oder als Zusatzstoffe in Klebstoffen, Schalldämmfolien oder als Low-Profile-Additiv. Durch die Bündelung seiner chinesischen Polymeraktivitäten an einem Standort erhofft sich das Unternehmen sich Synergien. So soll die Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur, Rohstoff- und Energieversorgung Skaleneffekte ermöglichen. Außerdem würden sich auf diese Weise Transport und Logistik besonders effizient gestaltet lassen, hieß es in einer Unternehmensmitteilung.

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