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Granulierer Vorstoß in eine neue Dimension – Kompakt-Granulierer sorgt für reibungslosen Prozessablauf

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Verstopfte Transferleitungen, schwierige Bedienung auf mehreren Ebenen, großer Aufwand bei der Reinigung – so sah häufig der Alltag bei Granulieranlagen aus. Eine innovative Granuliereinheit setzt nun neue Maßstäbe in der Feuchtgranulierung.

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Durch das Bedienkonzept auf einer Ebene verringert sich der Aufwand für die Reinigung. Hier im Bild wird die Wirbelschichtanlage kontrolliert. (Bild: Bohle)
Durch das Bedienkonzept auf einer Ebene verringert sich der Aufwand für die Reinigung. Hier im Bild wird die Wirbelschichtanlage kontrolliert. (Bild: Bohle)

Wenn in der Produktion ein Nassgranulierer und eine Wirbelschichttrocknung benötigt werden, so erstreckt sich die Gesamtanlage oftmals über mehrere Ebenen. Der westfälische Maschinenbauer L.B. Bohle entwickelte nun eine neue Granuliereinheit, die ausgesprochen kompakt ist. Der Platzbedarf für den Nassgranulierer und Wirbelschickttrockner mit zwischengeschaltetem Siebschritt ist sehr gering. Dies bezieht sich nicht nur auf die Gesamtbreite der Anlage, sondern auch auf die absolut benötigte Einbauhöhe. So wird z.B. ein Durchbruch der Betondecke, wie er in vielen Produktionsbereichen notwendig ist, überflüssig.

Ausschlaggebend hierfür ist die Antriebstechnik für die Filtereinheit innerhalb des Bohle-Wirbelschichtsystems BFS (Fluid Bed System), die auf den sonst üblichen, langen Pneumatikzylinder, der in der Höhe den eigentlichen Prozessbehälter weit überragt, verzichtet. Auch die Höhe des Anströmtopfs wurde reduziert. Der Anströmboden im Produktbehälter wird durch den neuen flachen und tangentialen Lufteinlass optimal durchströmt. Die niedrige Anordnung des Mehrzweckventils ermöglicht eine leichte Befüllung und Entleerung. Eine für das Bedienen auf zwei Ebenen notwendige Bühne ist bei diesem Konzept nicht erforderlich. Das wirkt sich natürlich sehr vorteilhaft auf den Reinigungsaufwand aus – nicht nur für Lohnhersteller ein schlagendes Argument.

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„Der herausragende Vorteil der Kompaktanlage ist ihre sehr kompakte und platzsparende Bauweise. Sie passte sich gut in unser Produktionsgebäude ein und es waren keine aufwändigen Umbauarbeiten von Nöten“, bringt es Dr. Michael Beyer, Direktor Produktion und Technik bei Wiewelhove, auf den Punkt. Der Lohnhersteller für die Pharmaindustrie in Ibbenbüren war das erste Unternehmen, bei dem die Kompaktanlage installiert wurde. Sehr positiv bewertet Beyer auch die kurzen Transferwege für die Produktübergabe zwischen Mischer und Wirbelschichtgerät. Als ebenfalls ergonomisch ideal und prozesstechnisch sehr vorteilhaft erweist sich das tiefe, mit leichtem Gefälle zum BFS positionierte Transferrohr für die Überführung des gesiebten Feuchtgranulats. Das Rohrstück ist äußerst kurz, gerade und glattflächig. Diese Lösung und das Mehrzweckventil bieten dem zu transferierenden Produkt ungehinderten Durchgang. Alle störenden Einbauten und Umleitungen entfallen.

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