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Kurze Wege
Eine wichtige Komponente für einen reibungslosen Produkttransfer ist das Bohle-Tangential-Sieb. Kommt feuchtes Produkt zum Stillstand, kann es in der Regel nicht mehr ohne mechanische Hilfe gefördert werden. Durch das neu integrierte Tangentialsieb werden Verstopfungen beim Materialtransfer nahezu ausgeschlossen. Möglich ist das durch zwei Baugrößen des neuen Bohle-Siebs, welches einen reduktionsfreien Übergang vom Auslass des Nassgranulierers zum Tangentialsieb ermöglicht. Per Schwerkraft kann das Material lediglich auf den unperforierten Boden des Siebgehäuses fallen. Von dort wird es von einem Innenläufer durch einen seitlich, im zylindrischen Teil des Gehäuses befindlichen Siebeinsatz tangential in Richtung der Luftströmung, also ohne Umlenkung, eindosiert. Verstopfte Saugschuhe und Transferleitungen gehören damit der Vergangenheit an.
Flexibel einsetzbar
Natürlich kann das Wirbelschichtsystem auch autark weitere Aufgaben übernehmen. Mit den optionalen Sprühdüsen sind neben der Trocknung in erster Linie Sprühgranulation, sowie Pellet-Coating und Layering-Prozesse möglich. Eine Umrüstung des Produktbehälters für die jeweiligen Anwendungen ist nicht nötig. „Als Lohnhersteller ist es für Wiewelhove von besonderer Bedeutung, dass eine möglichst große Vielfalt von Produkten mit unseren Anlagen hergestellt werden kann und wir flexibel auf die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden reagieren können“, nennt Beyer ein weiteres Argument. Das Unternehmen setzt das Tangentialsprühen außerdem zum Pelletieren und zum Befilmen von Partikeln ein. „Die Wirbelschichtanlage verfügt über ein tangentiales Sprühverfahren, das für mich die aktuell beste Variante darstellt und gegenüber dem Top-Spray-Verfahren klare Vorteile aufweist“, so Beyer.
Sicherheit geht vor
Der gesamte Anlagenbereich, der Staub und gegebenenfalls alkoholische Lösemittel führen kann, wurde komplett 12 bar explosionsdruckstoßfest ausgeführt und gewährleistet somit einen sicheren Betrieb der Anlage.
Die Anlage wurde im letzten Jahr bei Wiewelhove in der Produktion installiert. Nach Abschluss aller Qualifizierungsmaßnahmen wurden bereits umfangreiche Tests mit der Kompaktanlage durchgeführt. Bei diesen Tests konnten sehr gute Ergebnisse bezüglich der Endproduktqualität erzielt werden.
Vertrautes Prinzip
Beyer´s Fazit: „Die Bedienung der Anlage ist sehr logisch aufgebaut und somit für unser Bedienpersonal leicht verständlich und sehr leicht zu erlernen. Die Anlage weist das gleiche Bedienkonzept auf wie die beiden Bohle-Film-Coater, die bei Wiewelhove installiert sind. Somit waren unsere Bediener bereits mit dem grundsätzlichen Bedienkonzept vertraut, was die Einarbeitung weiter vereinfachte.“
* Die Autorin arbeitet als freie Mitarbeiterin für PROCESS.
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