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Halle 3

Verpackungsmaschinenbauer setzen auf Flexibilität

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Das Stretchhaubenverfahren schützt Palettenladungen, hier im Einsatz bei Vinnolit.
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Das Stretchhaubenverfahren schützt Palettenladungen, hier im Einsatz bei Vinnolit. (Bilder: Beumer)

Überzeugt in jeder Hinsicht – die Halle 3 wird häufig als die schönste Halle auf dem Frankfurter Messegelände bezeichnet. Doch nicht nur die Architektur überzeugt, sondern auch die dortigen Aussteller – vom Pharmaanlagenbau bis zu Absackanlagen, mit neuen Konzepten und Technologien.

Die Gruppe „Pharma-, Verpackungs- und Lagertechnik“ weist das stärkste Wachstum nach Ausstellergruppen auf der Achema auf. Zwar ist sie längst noch nicht so groß wie „Pumpen, Kompressoren und Armaturen“, aber die Achema ist für die mittelständisch strukturierte Branche weltweite Leitmesse. So sieht es jedenfalls Richard Clemens, Geschäftsführer des Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im VDMA: „Alle führenden internationalen Hersteller sind auf der Messe mit repräsentativen Ständen vertreten.“

Die Themengruppe ist buchstäblich aus der Halle 3 herausgewachsen und belegt mit dem Forum und dem Agora-Pavillon zwei zusätzliche Flächen. Im Jahr 2012 waren es noch rund 360 Unternehmen in Halle 3, in diesem Jahr sind 421 Unternehmen angemeldet. Dabei sind die Weichen in der Branche auf Wachstum gestellt – und zwar unabhängig davon, ob es sich um Verpackungsmaschinen für die Chemieindustrie oder um den hochspezialisierten Pharmaanlagen- und -apparatebau handelt.

Die Verpackungsmaschinenproduktion legte nach Angaben des VDMA in 2014 um knapp 4 % im Vergleich zu 2013 zu und erreichte einen Wert von 6,2 Milliarden Euro. Die Branche ist gut in das neue Jahr gestartet, die Auftragsbücher zum Teil schon gut gefüllt. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres lag der Auftragseingang real 12 % über dem Vorjahresvergleichswert, der Umsatz stieg um 7 %. Die Frühjahrsumfrage zur konjunkturellen Lage der Branche untermauert die gute Stimmung. Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen in nahezu allen Absatzbranchen und -regionen eine weitere Belebung der Nachfrage.

Russischer Markt enttäuscht Hoffnungen

Wermutstropfen war und ist jedoch Russland. Die EU-Sanktionen gegen das Land, der niedrige Rubelkurs und hohe Kreditzinsen senken massiv die Investitionsbereitschaft der russischen Unternehmen. Diese Effekte werden jedoch erst 2015 zu spüren sein. Im Jahr 2014 legten die Auslieferungen nach Russland um 8 % zu.

Historisch gesehen hat der Markt vor allem für die Lebensmittelbranche eine große Bedeutung, dennoch sind Auswirkungen im Pharmaverpackungsmaschinenbau zu spüren, da die Branche, gestützt auf das ehrgeizige russische Ausbauprogramm „Pharma 2020“, große Erwartungen in den russischen Markt setzte.

„Wir befürchten, dass aufgrund der bestehenden politischen Spannungen und der aktuellen Rubel- und Wirtschaftskrise bei laufenden Projekten eine Umorientierung hin zu Pharmatechnologie- und Maschinenlieferanten aus Indien und China erfolgt und sich damit langfristig unsere Erfolgschancen im russischen Markt geschmälert werden,“ kommentiert Clemens die Lage.

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