Halle 3

Verpackungsmaschinenbauer setzen auf Flexibilität

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Verpackungsmaschinenbau setzt auf höchste Flexibilität

Aber auch aus dem Verpackungsmaschinenbau kommen interessante Neuigkeiten, die vor allem unter dem Aspekt der Flexibilität stehen. „Wichtigster Faktor für die Wirtschaftlichkeit von Verpackungsmaschinen ist deren Flexibilität. Das fängt bei der Konfiguration der Anlage an“, bestätigt Jörg Scharwies, Verkaufsleiter bei Greif-Velox.

Je nachdem, welche Leistung der Kunde erwartet, bietet Greif-Velox die passende Anlage in Modulbauweise von der Abfüllung bis hin zur versandfertigen Palette an. Der Kunde wählt die Module und bestimmt so die Höhe seiner Investition. „Mit einem oder bis zu sechs Stutzen mit einer maximalen Gesamtleistung von 1600 Sack pro Stunde können diese Anlagen Befüllungen, Palettierungen sowie Ladungssicherungen unterschiedlicher Volumina souverän meistern.“

Dabei ist aber eine größere Durchsatzmenge um jeden Preis nicht alles, mindestens ebenso entscheidend ist das Know-how rund um die Produkteigenschaften, um ein reibungsloses Handling der Gesamtanlage sicherzustellen.

Anforderungen an Ladungssicherung steigen

Die Beumer-Gruppe präsentiert sich auf der Achema als Komplettanbieter für Abfüll-, Palettier- und Verpackungstechnik bis hin zum Warehouse-Management-System. „Unternehmen aus der Chemieindustrie können damit die Verantwortung für Maschinenverfügbarkeiten, Leistung und Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen an unsere Mitarbeiter abgeben“, so Peter Schmidt, Leiter des Geschäftsbereichs Palettier- und Verpackungstechnik bei der Beumer Group in Beckum. Ein Schwerpunkt des Achemaauftritts gilt der Verpackung von Säcken auf Paletten, wobei die Anforderungen etwa an die Ladungssicherung ständig steigen. Insgesamt überwiegt nach wie vor der Anteil an Wickelstretch-Anlagen. Den stärksten Zuwachs verzeichnet jedoch bereits seit einigen Jahren das Stretchhauben-Verfahren. „Aktuellen Prognosen zufolge wird sich dieses Wachstum weiter fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre der Anteil der Stretchhauben-Anlagen im Bereich der Palettenverpackung auf 30 bis 50 % steigen wird“, bestätigt Schmidt. Auch hier zählt Flexiblität – die Haubenstretch-Anlage der Serie Beumer Stretch Hood lässt sich daher an die jeweilige Projektsituation und Aufgabenstellung individuell anpassen. Automatisch erfasst die Maschinensteuerung unterschiedliche Stapelhöhen. Auch bei der Wahl der Folien ist der Anwender flexibel. Die eingesetzten PE-Stretch-Folienhauben haben eine hohe Reiß- und Durchstoßfestigkeit. Die erforderlichen Dehnwerte und die biaxial wirkenden Spannkräfte sind auf jedes Produkt und auf jede Einsatzbedingung optimal abgestimmt.

Besserer Produktschutz – saubere Logistikkette

Die Modularität von Verpackungs- und Abfüllanlagen in der chemischen Industrie spielt eine immer bedeutendere Rolle. „Dabei ist es von zentraler Bedeutung, Schnittstellen zu minimieren. Dadurch können Betreiber modularer Anlagen während des gesamten Produktionsprozesses flexibel auf verschiedenste Anforderungen reagieren und notwendige Änderungen in der Produktion schneller realisieren“, erklärt Reinhard Surmann, Verkaufsingenieur Geschäftsbereich Chemie bei Haver & Boecker. Ganz entscheidend: „Modularität bezieht sich nicht nur auf einzelne Technologiekomponenten, sondern auch auf sämtliche Technologien der Prozesskette, auch unter Einbindung externer Partner, um die Prozesskette ergänzen oder variieren zu können. Dabei kommt der Automatisierungstechnik eine besondere Funktion zu“, ergänzt Surmann.

Geht es an die Abfüllung im Produkt in der Chemischen Industrie, lässt sich laut Robert Brüggemann, Leiter Geschäftsbereich Chemie bei Haver & Boecker, ein Trend zur Abfüllung in Schlauchfolie erkennen: „Wir stellen eine immer stärkere Verschiebung hin zu Form Fill Seal-Anlagen (inklusive Adams-Anlagen für Pulverprodukte) fest. Die Ansprüche an die Gebinde in Bezug auf Produktschutz wachsen: höherer Produktschutz, längere Lagerzeiten, saubere Logistikkette, bessere Marketingmöglichkeiten, Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Diese Ansprüche können wir am besten mit der Abfüllung in PE-Gebinde wie Schlauchfolie erfüllen.“ Das Unternehmen wird daher erstmalig eine Anlage aus der nächsten Integra FFS Edition für die Abfüllung in Schlauchfolie präsentieren.

Industrie 4.0 für Verpackungsmaschinen

Die Absackanlage Topas SL von Windmöller & Hölscher ist auf dem Verpackungsmarkt keine unbekannte mehr, allerdings wird sie das erste Mal auf der Achema gezeigt. Schwerpunktthema des diesjährigen W&H-Auftritts sind die neuen Möglichkeiten, die die Kommunikation von Maschinen untereinander für die Optimierung des Absackbetriebes bereit hält. Gezeigt wird die Vernetzung der Topas SL mit ihrer Produktionsumgebung mithilfe einer neu konzipierten Bedienoberfläche, die sich in einheitlicher Gestaltung hinsichtlich Struktur, Menüaufbau, Farbsprache und Symbolik auch an dem nachfolgenden Lagenpalettierer Platinum wieder findet. Dabei wird die Funktionalität des Palettierers an einem voll funktionsfähigen Bedienterminal dargestellt, sodass Besucher das Potenzial der Oberfläche an beiden Terminals selbst ausloten können. Die Netzwerkstruktur, in die neben Absackanlage und Lagenpalettierer auch die Stretchhaubenanlage Argon einbezogen werden kann, sorgt dafür, dass vom Bedienterminal der Absacklinie alle relevanten Daten auch der anderen Maschine aufgerufen werden können. Vermeidbare Produktionsverluste durch unbemerkte Maschinenstillstände gehören damit der Vergangenheit an. Von besonderem Interesse ist die Logbuch-Funktion. Hierin werden Produktionsdaten und Ereignisse (beispielsweise die Häufigkeit von Alarmen) nicht nur protokolliert, sondern diese lassen sich nach verschiedenen Kriterien filtern, grafisch anzeigen und gezielt auswerten.

Die Beispiele zeigen: Von Industrie 4.0 über Höchstgeschwindigkeit beim Abpacken bis zu Produktionskonzepten, die die Pharmabranche nachhaltig verändern – die Halle 3 ist sicher nicht nur die schönste, sondern, zumindest für Verpackungsspezialisten, auch die interessanteste Halle. Auf der Achema stellen aus:Beumer: Halle 3.0, Stand F50Bohle: Halle 3.0, Stand D49Greif Velox: Halle 3.0, Stand B71Haver & Boecker: Halle 3.0/F38VDMA: Foyer Halle 4.1/A43Windmöller & Hölscher: 3.0/F74

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:43334521)