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Meilenstein Technische Gase/Industriegase

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Meilenstein Technische Gase/Industriegase

Unsichtbare Gase, sichtbarer Erfolg: So macht Linde die Welt produktiver

| Autor/ Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Seit 140 Jahren setzt Linde Maßstäbe in Sachen Gase und hilft dadurch, unsere Welt produktiver zu machen – Gase machen’s möglich: Ob Chemie, Metallurgie, Lebensmittelindustrie, verarbeitende Industrie oder Umwelttechnik: Kaum eine Branche kann auf die „Hidden Champions“ aus der Druckflasche oder dem Tank verzichten. Dabei ist die Entwicklung der technischen Gase untrennbar mit der Leistung eines Mannes verbunden – und des Unternehmens, das bis heute seinen Namen trägt: Seit der Entwicklung der Luftzerlegung erfindet Linde sich immer wieder neu – und entwickelt Lösungen für die Industrie von morgen.

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Flüchtig trifft flüssig: Im Water Lab erforschen die Experten von Linde, wie Gase die Wasserwirtschaft von morgen ermöglichen.
Flüchtig trifft flüssig: Im Water Lab erforschen die Experten von Linde, wie Gase die Wasserwirtschaft von morgen ermöglichen.
(Bilder: Linde)

Was tun, wenn’s brennt? Im Hochsommer 2015 schrillt in Kirchberg der Alarm. Die Lobenhausener Mühle steht in Flammen – und mit ihr die Lagerhallen, in denen sich große Mengen Kunstdünger befinden. Zwar kann die Feuerwehr den Brand bekämpfen, doch beim Löschen kommt es zur Umweltkatastrophe: Trotz eines Rückhaltebeckens läuft hochgiftiges Löschwasser in die Jagst, einen Nebenfluss des Neckars. Erste Proben am nächsten Morgen zeigen, dass der Ammonium-Gehalt des Flüsschens beim 200-fachen des für Fische kritischen Wertes liegt.

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Einsatz für Gasexperten: Um dringend benötigten Sauerstoff ins Wasser zu bekommen, holt sich das THW Hilfe bei der Firma Linde. Die Idee: Sauerstoff aus Tanklastern mit einer mobilen Belüftungsanlage in den Fluss einzuleiten. 24 Stunden lang pumpen die Spezialisten das überlebenswichtige Gas auf den Flussgrund. Tatsächlich gelingt es mit vereinten Kräften, den Sauerstoffgehalt im Wasser zu stabilisieren. So helfen Gase, Leben und Umwelt zu bewahren, auch wenn nicht jeder Einsatz so brandheiß ist.

Sauerstoff, CO2 und Co: Sauberes Wasser für die Welt

Manchmal geht es ganz beschaulich zu. So in der Trinkwasseraufbereitung, wo seit langer Zeit mittels Zugabe von Kohlendioxid das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht eingestellt wird, um Korrosionsschäden und Kalkausfällung zu vermeiden. Zur Sicherstellung einer hohen Trinkwasser- qualität trägt auch die Behandlung mit Sauerstoff bei. Neben dem Eliminieren von Stoffen wie Eisen, Mangan, Ammonium oder Methan dient er zum Aufbau und zur Aufrechterhaltung einer korrosionshemmenden Deckschicht in metallischen Trinkwasserleitungen.

Sauberes Wasser zählt zu den fundamentalen Bausteinen einer hohen Lebensqualität, doch die Wasserreserven werden zunehmend bedroht. So kommt es etwa durch den Eintrag von Nitrat aus der Landwirtschaft zu Problemen, den Grenzwert von 50 mg/l Nitrat einzuhalten. Zur Reduzierung gibt es diverse Verfahren wie Umkehrosmose und Nanofiltration aber auch biologische Verfahren wie bei den Stadtwerken Aschaffenburg, die Wasserstoff zur Denitrifikation verwenden. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Linde ein katalytisches Verfahren entwickelt, das ebenfalls auf Wasserstoff zur Nitratentfernung setzt.

Die unsichtbaren Enabler: Gase machen die Welt produktiver

„Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar“, schrieb Antoine de Saint-Exupery. Auch wenn der französische Poet dabei sicher nicht an Gase dachte, wäre es kaum vermessen so über die flüchtigen Möglichmacher zu reden. Gase halten Wasser am Leben, bei der Renaturisierung von Oberflächenwassern genauso wie bei der Behandlung hochbelasteter Abwässer. Auch in kommunalen oder industriellen Kläranlagen punkten die unsichtbaren Enabler: Reinsauerstoff kann der Belüftung auf die Sprünge helfen und Ozon gilt als ein heißer Kandidat für die zukünftige vierte Stufe der Abwasserbehandlung.

„Gase helfen, Prozesse effizienter, wirtschaftlicher, sicherer oder umweltfreundlicher zu machen“, erklärt Elisabeth Mehlan, Leiterin der Marktentwicklung (Zentraleuropa) bei Linde. Ob im Hochofen oder im Wasserwerk: Die „Hidden Champions“ der Prozessindustrie sind für viele industrielle ­Verfahren ebenso unentbehrlich wie Wasser, Wärme und Strom. Beim Fügen und Trennen, beim Erhitzen und Kühlen, zum Schützen und Konservieren, beim Prüfen und Analysieren oder in der Medizin spielen Gase eine entscheidende Rolle.

Aus Tradition innovativ: Die Gasepioniere

Möglich wurde dieser Siegeszug durch die Leistungen eines Mannes: Carl von Linde. Mit der Erfindung der Luftzerlegung 1895 machte der umtriebige Ingenieur es nicht nur möglich, gasförmige Rohstoffe aus der Atmosphäre zu gewinnen – Linde legte auch den Grundstein für eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Mit der Gründung der Gesellschaft für Linde's Eismaschinen entstand nicht nur einer der größten Produzenten von Gasen und Gase-Anlagen der Welt, sondern auch ein Technologietreiber, der seit über einem Jahrhundert mit Innovationen den Markt anführt.

Doch wie sichert man sich ein Jahrhundert Technologieführerschaft? Indem man Trends und Veränderungen aufspürt und passenden Mehrwert bietet, erklärt Mehlan. „Wo können wir ansetzen, um dem Kunden neue, innovative Lösungen zu präsentieren? Das ist unsere tägliche Aufgabe.“

Tatsächlich war Linde von Anfang an mehr als „nur“ ein Gaseproduzent: Dank der Nähe zum Kunden und einem in jahrzehntelanger Erfahrung gewachsenen Know-how entwickeln die Spezialisten Technologien und Anwendungen gleich mit. 1943 begann im oberbayerischen Schalchen der Anlagen- und Apparatebau. Schon 1953 errichteten die Spezialisten die größte bis dahin in Europa gebaute Luftzerlegungsanlage (Kapazität: 13 000 kg Sauerstoff und 22 500 kg Stickstoff pro Stunde) für den Export in die USA.

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