Meilenstein Technische Gase/Industriegase

Unsichtbare Gase, sichtbarer Erfolg: So macht Linde die Welt produktiver

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Darüber hinaus ist CO2 auch ein begehrter Partner bei der Renaturierung von Tagebauen, erklärt Kaltenegger. Bei der Renaturierung ehemaliger Kohlegruben ist es nicht mit Fluten getan: Bei Berg­baufolgeseen dringen über drückendes Grundwasser aus dem Erdreich Sulfate in die Seen ein, die eine Rückversauerung des Wassers auslösen. Daher werden in der Regel neutralisierende Substanzen wie Kalksteinmehl, Natronlauge oder Soda in das Wasser eingeleitet. Damit verbessert sich der pH-Wert zwar rasch, doch leider nicht auf Dauer. Besser geht es mit CO2: Wird das Gas in Seewasser gelöst, bevor der Kalk eingebracht wird, bilden sich wasserlösliche Hydrogencarbonate. Im See puffert die Lösung über lange Zeiträume das Wasser auf und hält den pH-Wert im gewünschten Bereich. Und das Beste: Die Prozedur muss erst in deutlich längeren Abständen wiederholt werden, um den See auf längere Zeit hin zu stabilisieren. Unter Umständen macht sich so ein Abgas um den Umweltschutz verdient, wie Kaltenegger betont: Schließlich kann CO2 problemlos aus Reststoffströmen industrieller Produktionsprozesse gewonnen werden.

Mikroschadstoffe im Visier: Bringt Ozon die 4. Stufe der Wasserbehandlung?

Und was ist mit Mikroschadstoffen oder Spurenstoffen, denen mit üblichen dreistufigen Klärverfahren kaum beizukommen ist? In diesem Zusammenhang wird in Deutschland die Einführung einer zusätzlichen Reinigungsstufe diskutiert. Unsere Nachbarn sind schon weiter: In der Schweiz ist eine vierte Stufe für Anlagen mit 80 000 Einwohnergleichwerten bereits vorgeschrieben. Würde eine entsprechende Regelung auch in der Bundesrepublik umgesetzt, wäre der Bedarf gewaltig.

So arbeiten die Gas­experten schon heute fleißig an der Technologie der vierten Generation. Ein Mittel der Wahl: Ozon. Das Gas ist eines der stärksten Oxidationsmittel und wird bereits in der Wasseraufbereitung eingesetzt. Zudem ist es vergleichsweise günstig und muss, im Gegensatz zu Aktivkohle, nicht abgetrennt und regeneriert werden. So könnte Ozon helfen, auch hochbelastete Abwässer effektiv und ökonomisch von organischen Inhaltsstoffen zu reinigen. Doch während die „Ozonierung“ des Abwassers extrem effizient ist, ist es die Herstellung des Gases nicht unbedingt: Typischerweise wird nur ein kleiner Teil des Sauerstoffs zu O3 umgesetzt – bis zu 90 % bleiben häufig ungenutzt. Dass es besser geht zeigt Linde mit dem OZORA-Sauerstoff-Rückgewinnungssystem: Dabei können bis zu 60 % des Sauerstoffes zurückgewonnen werden, was sich in beträchtlichen Einspareffekten bemerkbar macht.

Über ein Jahrhundert Gase-Expertise: Die Linde-Story im Zeitstrahl
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Mit Vollgas Richtung Zukunft: So will die neue Linde Meilensteine setzen

Lösungen für die Wasseraufbereitung von morgen schon heute. Eben typisch Linde: So wollen die Gasespezialisten auch in Zukunft wesentliche Meilensteine für die Herstellung, Bereitstellung und Anwendung der flüchtigen Möglichmacher bieten. Mit den besten Entwicklungen der ehemaligen Linde und Praxair unter dem Dach der neuen Linde erneuert sich der Weltmarktführer der Gase komplett.

Egal, ob die Ozonierung im Klärwerk der Zukunft Einzug hält oder dank Wasserstoff Züge mit Brennstoffzellenantrieb emissionsfrei über die Gleise rollen – Gase machen die Zukunft möglich!

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