Meilenstein Technische Gase/Industriegase

Unsichtbare Gase, sichtbarer Erfolg: So macht Linde die Welt produktiver

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Klare Sache! Gase in der Wasseraufbereitung

So auch bei einer Anwendung, bei der die Wenigsten sofort an Gaseverfahren denken: in der Wasseraufbereitung. „Durch den wachsenden Wasserverbrauch und begrenzte Süßwasserreserven sind wir gezwungen, uns noch intensiver mit der Reinigung auseinanderzusetzen“, erklärt Elisabeth Mehlan. Nicht immer geht es dabei so dramatisch zu, wie beim Feuerwehreinsatz in Kirchberg: Sauerstoff kann auch in kommunalen oder industriellen Kläranlagen für Effizienz sorgen. Denn der steigende Wasserverbrauch bringt die bewährten, meist dreistufigen Kläranlagen unter Druck: Die in der biologischen Abwasserreinigung „tätigen“ Mikroorganismen benötigen Sauerstoff, und das nicht zu knapp.

Dafür, dass dem Belebtschlammverfahren nicht im wahrsten Sinne des Wortes „die Luft ausgeht“, sorgt die Belüftung durch Oberflächenlüfter, das Einblasen von Druckluft oder eben die Begasung mit Sauerstoff. Wenn hoch belastete Abwässer mit einem großen CSB oder kurzkettigen Fettsäuren das Maximum von der biologischen Reinigung verlangen, kommt der Lufteintrag sonst schnell nicht mehr hinterher. Dabei gehen die Möglichkeiten über den Einsatz im Belebtschlammverfahren hinaus, wie Gasespezialistin Mehlan erklärt. „Auch da, wo sich Oberflächenwasser erwärmt, etwa in Talsperren, kann Sauerstoff helfen, Faulprozesse in tiefergelegenen Schichten zu stoppen.“

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Auf die Anwendung kommt es an: Warum Technologieexpertise bei Linde zentral ist

Linde mit seiner Anwendungs-Expertise in Sachen technischer Gase ist auch ein Spezialist auf dem Gebiet der Wasserbehandlung. So beliefert Linde nicht nur Anlagenbetreiber mit Reingasen wie Sauerstoff, sondern entwickelt und verbessert die passende Anwendungstechnologie unter dem Namen SOLVOX gleich mit. Es ist genau dieses Wissen um die Herausforderungen der Kunden, das Linde auszeichnet, ist sich Johann Kaltenegger, bei Linde zuständig für die Marktentwicklung Anwendungstechnik Chemie, sicher: Von der Gasebereitstellung über die Anwendungsberatung bis zur Anlageninbetriebnahme begleiten die Spezialisten von Linde die Prozesse ihrer Kunden.

Dabei geht es nicht immer um den Ersatz einer klassischen Belüftung: Durch gezielte Sauerstoff-Zudosierung lassen sich auch Produktionsspitzen oder Wartungszeiträume abfedern, zusätzliche Kapazitäten bereitstellen oder unan- genehme Gerüche beseitigen, so die Gasexperten. Dabei kann das Gas über matten- oder gitterförmige Begasungsmodule, Schläuche oder Venturi-Düsen eingebracht werden. Während für flachere Becken Injektoren zum Einsatz kommen, punkten Begasungsschläuche bei Becken größerer Tiefe.

Besonders die Betreiber kleinerer oder mittelgroßer Anlagen können die teilweise sehr komplexen Begasungslösungen aber nicht immer nachrüsten. Manchmal müssen sie „lediglich“ lokale oder zeitliche Lastspitzen bewältigen. Nötig wäre eine echte „Drop-In“-Lösung, mit der sich flexibel und mobil der Sauerstoff-Eintrag sicherstellen lässt. Genau das bietet Linde mit dem SOLVOX-Mo­bile-Portfolio. Dabei kommen kompakte Begasungsmodule zum Einsatz, die an beliebiger Stelle auch ohne Kran eingebracht werden können. Und natürlich liefert die Firma auch die nötige Steuer- und Regeltechnik in einem schlüsselfertigen Gesamtpaket.

Zurück zur Natur mit CO2? Ein Gas macht Karriere

Sogar CO2, in der Diskussion meist nur als Luftschadstoff bekannt, kann in der Wasserbehandlung zum Gewinn für die Umwelt werden: Als Kohlensäure gelöst, ist es als präzise dosierbares Neutralisationsmedium eine echte Alternative zu aggressiven Mineralsäuren. Da CO2 selbstpuffernd wirkt, wird die Übersäuerung zuverlässig vermieden und die Aufsalzung mit Chloriden und Sulfaten reduziert. Außerdem ist der Umgang mit dem Gas einfach und sicher. Von der Planung über die Montage bis zum Betrieb liefert Linde mit der SOLVOCARB-Angebotspalette leistungsfähige Lösungen zum CO2-Ein­trag, von der mobilen Dosier­einheit bis zum Mischreaktor.

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