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Ausblick 2020 bestätigt Umsatzentwicklung besser als erwartet: Evonik zeigt sich robust in der Krise

| Redakteur: MA Alexander Stark

Vor dem Hintergrund der weltweiten Rezession infolge der Corona-Pandemie sind die Unternehmenszahlen von Evonik besser ausgefallen, als erwartet. Zwar gingen Umsatz und Ergebnis des Chemiekonzerns im zweiten Quartal infolge deutlich schwächerer Nachfrage in einigen Märkten gegenüber dem Vorjahr zurück. Doch der Umsatzrückgang fiel geringer aus als befürchtet.

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Trotz der weltweiten Rezession infolge der Corona-Pandemie kommt Evonik gut durch die Krise.
Trotz der weltweiten Rezession infolge der Corona-Pandemie kommt Evonik gut durch die Krise.
(Bild: Evonik)

Essen – Der Konzernumsatz von Evonik sank im zweiten Quartal um 14 % auf 2,83 Milliarden Euro, das bereinigte Ebitda um 19 % auf 456 Millionen Euro. Damit ist der Konzern besser durch die Krise gekommen, als andere Branchengrößen. Hierzu hätten vor allem der strategische Portfolioumbau und die Umsetzung der Effizienzprogramme beigetragen, ist der Vorstandsvorsitzende Christian Kullmann überzeugt.

Insbesondere die beiden Wachstumssegmente Resource Efficiency und Nutrition & Care zeigten sich im zweiten Quartal robust und erzielten eine bereinigte Ebitda-Marge von jeweils 20 %. Das Segment Performance Materials wurde dagegen deutlich härter vom Einbruch der Nachfrage getroffen und litt zudem unter den Folgen des niedrigen Ölpreises.

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Das bereinigte Konzernergebnis ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 30 % auf 160 Millionen Euro zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verringerte sich von 0,49 Euro auf 0,34 Euro. Der Free Cashflow war mit 96 Millionen Euro deutlich positiv. Geringere Bonuszahlungen sowie Steuererstattungen hätten die Effekte aus dem niedrigeren operativen Ergebnis sowie einem Aufbau des Nettoumlaufvermögens mehr als kompensiert, teilte das Unternehmen mit. „In der Krise zeichnen wir uns durch hohe Cash- und Kostendisziplin aus“, sagt Finanzvorstand Ute Wolf. „Inzwischen sehen wir in einigen Märkten auch erste Erholungstendenzen. Von einer generellen wirtschaftlichen Erholung kann bislang aber noch keine Rede sein. Die Corona-Krise ist noch nicht überstanden.“

Für das Gesamtjahr 2020 bestätigt Evonik den Ausblick vom 7. Mai. Der Konzern erwartet weiterhin einen Umsatz zwischen 11,5 Milliarden und 13,0 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ebitda zwischen 1,7 Milliarden und 2,1 Milliarden Euro.

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