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Wasseraufbereitung Umkehrosmoseanlage erzeugt vollentsalztes Wasser für slowakische Raffinerie

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Macht aus Donauwasser sauberes Prozesswasser: Die Umkehrosmoseanlage der slowakischen Erdölraffinerie Slovnaft nutzt 630 Membranelemente von Lanxess zur Wasseraufbereitung. Was die Anlage leistet, lesen Sie hier.

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Die Slovnaft in Bratislava ist der wichtigste Anbieter von Raffinerieprodukten in der Slowakei und erzeugt zudem ein breites Spektrum petrochemischer Rohstoffe. In der Wasseraufbereitungsanlage des Raffineriekomplexes arbeiten Lewabrane-Membranelemente von Lanxess seit acht Monaten.
Die Slovnaft in Bratislava ist der wichtigste Anbieter von Raffinerieprodukten in der Slowakei und erzeugt zudem ein breites Spektrum petrochemischer Rohstoffe. In der Wasseraufbereitungsanlage des Raffineriekomplexes arbeiten Lewabrane-Membranelemente von Lanxess seit acht Monaten.
(Bild: Jaroslav Repta/Lanxess)

Köln – Das Rohwasser für die Anlage stammt aus der Donau. Es enthält zwischen 320 und 400 mg/l gelöste Feststoffe mit jahreszeitlich schwankenden organischen Anteilen und besitzt eine elektrische Leitfähigkeit von bis zu 580 μS/cm. Im Zuge der Aufbereitung wird es nach chemischer Vorbehandlung (Koagulation, Flockung) und Ultrafiltration der Umkehrosmose (UO)-Einheit zugeführt. Diese ist in fünf separate Straßen mit jeweils 126 Membranelementen gegliedert. Die dreistufige Demineralisierung kann je Straße stündlich bis zu 135 Kubikmeter Permeat liefern, wobei die vom Betreiber geforderte maximale Leitfähigkeit von 15 μS/cm noch deutlich unterschritten wird. Die Permeatausbeute liegt bei bis zu 85 Prozent. Im abschließenden Reinigungsschritt werden auch Mischbett-Ionenaustauscher aus der Produktpalette Lewatit von LANXESS eingesetzt, um noch verbliebene ionische Verbindungen zu entfernen. Danach steht vollentsalztes Wasser als Kesselspeisewasser für Wasser-Dampf-Kreisläufe und andere technische Zwecke zur Verfügung.

Schon in der Planungsphase ergaben Berechnungen mit der speziell auf Lewabrane und Lewatit abgestimmten Designsoftware LewaPlus, dass mit Permeatleitfähigkeiten unterhalb von 10 μS/cm zu rechnen sein würde. Entsprechend geringer würden damit die Mischbett-Ionenaustauscher belastet. „Diese Erwartungen haben sich voll erfüllt. Das macht uns sehr zuversichtlich, dass wir die Leistungsgarantien, die wir dem Kunden gegeben haben, sicher einhalten können“, bestätigt der für das Membrangeschäft im Lanxess-Geschäftsbereich Liquid Purification Technologies zuständige Marketingleiter Alexander Scheffler.

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Verlängerte Standzeiten

Gegenüber den in früheren Jahren eingesetzten Membranelementen zeichnen sich zudem deutlich längere Standzeiten ab. „Während wir früher regelmäßig alle vier bis sechs Wochen reinigen mussten, stiegen Druckabfall und Leitfähigkeit bei den Elementen von Lanxess erst nach vier Monaten deutlich an. Nach der Reinigung waren die Elemente wieder ebenso leistungsfähig wie bei der Inbetriebnahme“, betont Peter Šrámek, Leiter der Slovnaft Raffinerie.

Insgesamt führen die verlängerten Reinigungsintervalle zu einem geringeren Verbrauch an Reinigungschemikalien bei gleichzeitig höherer Verfügbarkeit der UO-Straßen. Der geringe Salzgehalt des Permeats ermöglicht es zudem, auch die Regenerierintervalle des Ionenaustauscher-Mischbettsystems zu verlängern, was weitere Kosteneinsparungen ermöglicht.

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