Personalmeldungen Überraschender Abgang und geplante Übergaben: Die aktuellen Personalien aus der Prozessindustrie

Von MA Alexander Stark

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Mit einem schlagzeilenträchtigen Abgang bei BASF startet die Zusammenfassung der Personalnachrichten aus der Prozessindustrie, die PROCESS auch diese Woche wieder für Sie vorbereitet hat. Doch auch bei Endress+Hauser, Dow Deutschland, der IG-BCE, der Syntegon-Gruppe, Biesterfeld, Arkema und Alligator Bioscience gib es Personalwechsel zu melden.

Saori Dubourg verlässt überraschend den BASF-Aufsichtsrat.
Saori Dubourg verlässt überraschend den BASF-Aufsichtsrat.
(Bild: BASF)

Die bisherige Aufsichtsrätin Saori Dubourg verlässt zum 28. Februar 2023 überraschend BASF. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde die Entscheidung im „im besten Einvernehmen“ getroffen. Ursprünglich sollte der Vertrag von Dubourg allerdings noch bis 2025 laufen. Medienberichten zufolge hatte es zuvor Unstimmigkeiten über die China-Strategie von Konzernchef Martin Brudermüller gegeben.

Als Nachfolger von Dubourg hat der Aufsichtsrat Dr. Stephan Kothrade, President, Intermediates, mit Wirkung zum 1. März 2023 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Stephan Kothrade ist seit 1995 im Unternehmen und leitet seit 2022 den Unternehmensbereich Intermediates.

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Endress+Hauser leitet Generationswechsel ein

Anfang 2024 kommt es zu Veränderungen an der Spitze der Endress+Hauser Gruppe: Dr. h. c. Klaus Endress wird, wie lange angekündigt, als Präsident des Verwaltungsrats aufhören. Ihm soll CEO Matthias Altendorf nachfolgen.

Klaus Endress (Jahrgang 1948) prägt seit fast 45 Jahren die Entwicklung von des Unternehmens. Er ist 1979 in das von seinem Vater gegründete Unternehmen eingetreten und hatte 1995 von ihm die Leitung der Gruppe übernommen. 2014 übergab er die operative Verantwortung Matthias Altendorf und wurde Präsident des Verwaltungsrats. Bis heute trägt vieles im Unternehmen seine Handschrift. Zugleich arbeitete er in den vergangenen Jahren auf einen reibungslosen Generationswechsel in der Gesellschafterfamilie hin. Auch wenn Klaus Endress künftig keine aktive Rolle mehr im Unternehmen innehaben wird, bleibt er Vorsitzender des Familienrats, der über alle wichtigen Fragen im Verhältnis zwischen Familie und Unternehmen berät.

Neuer Präsident des Verwaltungsrats soll zum 1. Januar 2024 Matthias Altendorf werden. Aus Sicht der Gesellschafter, denen er an der Generalversammlung am 3. April 2023 zur Wahl vorgeschlagen wird, sei er die geeignete Person für diese Position, sagt Klaus Endress. Er kenne das Unternehmen seit 35 Jahren und führt die Firmengruppe nach Ansicht von Endress seit fast einem Jahrzehnt mit Umsicht und Erfolg.

Die Nachfolge als CEO wird Dr. Peter Selders antreten. Der promovierte Physiker ist 53 Jahre alt, arbeitet seit 2004 bei Endress+Hauser und leitet seit 2019 das Kompetenzzentrum für Füllstands- und Druckmesstechnik mit Sitz in Maulburg. Die Nachfolge von Selders an der Spitze des Kompetenzzentrums wird Dr. Dirk Mörmann (49) antreten, bisher Hauptbereichsleiter Technik und Mitglied der Geschäftsleitung.

Die Familie Endress soll, wie bisher, durch zwei Mitglieder im Verwaltungsrat vertreten sein. Als zweiter Vertreter neben Sandra Genge wird deshalb zum 1. Januar 2024 Steven Endress dort einziehen. Der 44-jährige Enkel des Firmengründers arbeitet seit 2012 bei Endress+Hauser und ist seit 2016 Geschäftsführer in Großbritannien. Die Geschicke von Endress+Hauser Großbritannien wird bereits ab 1. Mai 2023 Iain Cropper (51) lenken. Als Mitglied der Geschäftsleitung verantwortet er dort bisher das operative Geschäft.

Dow Deutschland unter neuer Leitung

Julia S. Schlenz, Senior Sales Director Infrastructure, Consumer and Transportation (ICT) für Dow in Europa übernimmt ab 1. März die Position der Präsidentin von Dow Deutschland, Österreich und Schweiz. Zudem wird sie Vorstandsvorsitzende von Dow in Deutschland. Sie folgt damit auf Katja Wodjereck, die sich entschieden hat, neue Aufgaben außerhalb von Dow zu übernehmen.

Schlenz begann Ihre Karriere bei Dow 2003 im Vertrieb für das Kunststoffgeschäft in der damaligen Deutschlandzentrale in Schwalbach. 2008 wechselte die Rheinländerin ins europäische Headquarters nach Horgen, Schweiz, wo sie seitdem verschiedene Führungspositionen in Vertrieb, Marketing und Product/Asset Management für unterschiedliche Geschäftsbereiche und Marktsegmente in Europa und weltweit innehatte, darunter in den Bereichen Packaging & Specialty Plastics, Food & Pharma, Home & Personal Care sowie Polyurethane. 2017 steuerte sie zudem für Dow Europa die Integration der Dupont Ethylen Copolymer Sparte im Rahmen des Mergers von Dow Dupont. Seit 2022 ist sie als Senior Sales Director Europe für das 900-Millionen-Dollar-Umsatzportfolio für Functional Polymers für die Bereiche Infrastructure, Consumer and Transportation (ICT) für Dow in Europa verantwortlich. Sie hat einen Master-Abschluss in Kommunikationsmanagement von der Universität Wien und hat das General Management Programm am Insead-Institut in Frankreich absolviert.

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Wodjereck war seit 2001 bei Dow in verschiedenen Führungspositionen in Vertrieb, Marketing und Product/Asset Management für unterschiedliche Geschäftsbereiche und Marktsegmente in Europa und Lateinamerika tätig, leitete von 2020-2022 zudem die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Konzerns für die EMEAI Region. Seit Februar 2022 war sie Präsidentin von Dow Deutschland, Österreich und Schweiz sowie Vorstandsvorsitzende von Dow in Deutschland.

Vize und Tarifverhandler Sikorski scheidet aus IG-BCE-Vorstand aus

Hannover (dpa) – Bei der Bergbau-, Chemie- und Energiegewerkschaft IG BCE will sich der langjährige Vizechef und Tarifverhandlungsführer Ralf Sikorski aus der obersten Führungsebene zurückziehen. Der 61-Jährige habe ebenso wie Vorständin Karin Erhard (62) beschlossen, das Amt im kommenden September abzugeben, teilte Deutschlands drittgrößte Gewerkschaft am Donnerstag mit. Die 49-jährige Birgit Biermann solle Sikorski in dessen Funktion nachfolgen, hieß es. Sie kümmert sich in der Leitung der IG BCE bisher um Sozialpolitik und Bildung. Daneben seien Alexander Bercht und Oliver Heinrich für die Wahl in den Hauptvorstand nominiert worden. Im Juni soll der Beirat der Gewerkschaft abschließend über die Personalien beraten.

Syntegon-Gruppe mit neuem Geschäftsführer Pharma

Uwe Harbauer, Geschäftsführer Pharma der Syntegon-Gruppe, hat sich entschieden, zum 30. Mai 2023 aus der Geschäftsführung der Syntegon-Gruppe zurückzutreten und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Im Zuge dessen hat er seine Gesamtverantwortung für das Pharma-Geschäft sowie für die übergreifende Vertriebsexzellenz zum 1. Februar 2023 an den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Dr. Michael Grosse, übergeben. Bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand, wird Harbauer als Mitglied der Geschäftsführung verschiedene Sonderaufgaben übernehmen.

Biesterfeld beruft neuen Vorstandsvorsitzenden

Der Aufsichtsrat von Biesterfeld hat Dr. Stephan Glander (54) mit Wirkung zum 1. April 2023 zum Vorstandsvorsitzenden der Biesterfeld Gruppe berufen. Glander übernimmt die Position von Thomas Arnold (63), der nach zehn Jahren, davon acht Jahre als Vorstands-Chef des traditionsreichen Familienunternehmens, in den Ruhestand gehen wird.

Glander war zuletzt als Vorsitzender des Vorstands der BYK, einem Anbieter im Bereich Spezialchemie und Tochterunternehmen der Altana Gruppe, tätig. Bei dem Familienunternehmen Altana gehörte Glander dem Executive Management Committee an. Davor bekleidete der promovierte Chemiker verschiedene Managementpositionen bei renommierten internationalen Chemieproduzenten und Kunststoffverarbeitern, darunter Röchling, Quadrant (Mitsubishi Chemicals) und Bayer. Als Aufsichtsrat berät Glander unter anderem das Unternehmen Franz Haniel & Cie, eines der ältesten Familienunternehmen in Deutschland.

Den Staffelstab übernimmt Glander am 1. April 2023 von Thomas Arnold, der nach insgesamt zehn Jahren bei Biesterfeld in den Ruhestand gehen wird. Der studierte Betriebswirt war jahrelang bei namhaften Unternehmen der internationalen Chemie- und Handelsbranche in leitenden Positionen tätig, bevor er 2013 als Geschäftsführer der Biesterfeld Spezialchemie in die Biesterfeld Gruppe eintrat. 2015 übernahm Arnold den Vorstandsvorsitz von Biesterfeld und zeichnet seitdem für die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der gesamten Unternehmensgruppe verantwortlich.

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Neuer Senior Vice-President Performance Additives bei Arkema

Laurent Tellier übernimmt bei Arkema die Position des Senior Vice-President Performance Additives und Mitglied des Executive Committee der Gruppe und löst damit Marie-Pierre Chevallier ab, der in den Ruhestand gegangen ist. Tellier bring eine ausgewiesenen Erfolgsbilanz in der Industrie und auf internationaler Ebene mit. Insbesondere in seine Erfahrungen in einem multikulturellen Umfeld und mit Kundenpartnerschaften sowie seine Leidenschaft für Innovation setzt das Unternehmen große Hoffnungen.

Tellier ist Absolvent der École Polytechnique und der École des Ponts Paris Tech und verfügt über 20 Jahre Erfahrung bei Saint-Gobain mit einer breit gefächerten und internationalen Karriere in den drei großen Regionen, in denen auch Arkema geografisch vertreten ist (Asien, Amerika, Europa). Er hat eine breite Palette von Geschäftsbereichen geleitet, von eher vorgelagerten Aktivitäten bis hin zu B-to-C-Aktivitäten, innerhalb der Geschäftsbereiche Keramik, Schleifmittel und Verbundwerkstoffe sowie Oberflächenlösungen.

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Alligator Bioscience befördert Laura von Schantz zum CTO

Das schwedische Unternehmen Alligator Bioscience hat Laura von Schantz zum Chief Technology Officer befördert und in das Managementteam aufgenommen. In dieser Funktion soll von Schantz alle technischen Aspekte bei der Entwicklung der präklinischen und klinischen Pipeline von Alligator beaufsichtigen, einschließlich der Wirkstoffe Mitazalimab, einem CD40-Agonisten, der sich derzeit in der klinischen Phase 2 befindet, und Ator-1017, einem 4-1BB-Agonisten, der die Phase 2 erreicht.

Die Managerin kam 2014 zu Alligator und war zuletzt Vice President, Discovery, eine Position, die sie seit Januar 2021 innehatte und in der sie eine Schlüsselrolle bei der Sicherung von Forschungsverträgen, zuletzt mit der Orion Corporation, sowie bei der Umstrukturierung der Discovery-Funktion des Unternehmens spielte. Zuvor war sie als Director, Antibody Engineering, für die Technologieplattform von Alligator verantwortlich.

Während ihrer Zeit im Unternehmen war von Schatz auch maßgeblich an der Erfindung des bispezifischen Ruby-Formats beteiligt und leitete die Etablierung des Antikörper-Engineerings, das funktionale und entwicklungsfähige Arzneimittelkandidaten in einem wettbewerbsfähigen Tempo hervorbringen kann. Sie hat einen Doktortitel in Immuntechnologie und einen MSc in Biotechnologie, beide von der Universität Lund.

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