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Fusionskarusell läuft auf Hochtouren

Top 10 der Fusionen und Übernahmen – Chemie- und Pharmaindustrie sorgt für Bewegung

| Autor: Matthias Back

Das Übernahme- und Fusions-Karussell dreht sich 2015/2016 vor allem in der Chemie- und Pharmaindustrie inklusive Öl/Gas. Die Hälfte der zehn größten Mergers & Acquisition in den vergangenen 18 Monaten wurden in diesen Wirtschaftszweigen getätigt.
Das Übernahme- und Fusions-Karussell dreht sich 2015/2016 vor allem in der Chemie- und Pharmaindustrie inklusive Öl/Gas. Die Hälfte der zehn größten Mergers & Acquisition in den vergangenen 18 Monaten wurden in diesen Wirtschaftszweigen getätigt. (Bild: © Harald Biebel - Fotolia)

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2015 war das Jahr der Mergers und Acquisitions (M&A). Um insgesamt 43 % auf einen Rekordwert von 4,5 Billionen Dollar stiegen die Übernahmen und Fusionen gegenüber dem Vorjahr weltweit. PROCESS stellt Ihnen die größten Deals der vergangenen 18 Monate ausführlich vor.

Auch wenn die drei größten Fusionen und Übernahmen nicht aus dem Bereich Chemie und Pharma kommen, ist gerade in diesem Wirtschaftszweig momentan sehr viel Bewegung. Die schwächelnde Konjunktur, ein begrenztes organisches Wachstum sowie immer knapper werdende Gewinnmargen zwingen die Unternehmen über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. „In diesem Jahr wird die Konsolidierungswelle in der Chemieindustrie einen historischen Höhepunkt erleben“, ist sich Dr. Joachim von Hoyningen-Huene, Partner bei A.T. Kearney und zuständig für M&A in der Chemieindustrie unter Berufung auf die fünfte Ausgabe des Chemicals Executive M&A Reviews sicher.

(Die folgende Bildergalerie liefert Hintergrundinformationen zu den einzelnen Deals.)

Die mit einem Gesamtvolumen von 107 Milliarden Dollar größte Übernahme der vergangenen 18 Monate ging in der Getränkeindustrie über die Bühne. Die belgische Brauerei Anheuser-Bush Inbev kauft den amerikanischen Brauereikonzern Sab Miller. Mit der Übernahme des britischen Gasspezialisten BG Group durch den britisch-niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell für 79,3 Milliarden Dollar schaffte es immerhin ein Deal aus dem Bereich Öl/Gas in die Top 3. Nur knapp 50 Millionen Dollar weniger kostete die Time Warner Cable Übernahme durch Charter Communications und ist ein weiterer Beweis für die zunehmende Konsolidierung auf dem US-Kabelmarkt.

Der größte M&A Deal der Chemie- und Pharmabranche der letzten eineinhalb Jahre ist die Fusion von Dow Chemical und Dupont. Rund 68,6 Milliarden Dollar soll die Elefantenhochzeit zwischen den beiden amerikanischen Unternehmen kosten und würde den momentanen Platzhirschen BASF zumindest vorübergehend als größtes Chemieunternehmen weltweit verdrängen. Laut Medienberichten gibt es jedoch bereits Pläne, den neu entstehenden Megakonzern in drei unabhängige Firmen mit den Schwerpunkten Agrarchemie- und Saatgut, Werkstoffe sowie Spezialchemie aufzuteilen.

Der US-amerikanische Computerhersteller Dell landete mit der Übernahme des Speicher-Spezialisten EMC für 67 Milliarden Dollar auf dem fünften Platz und ist somit der erste Deal zweier Technologie-Unternehmen in der Top 10.

Mit einem Paukenschlag stellte sich Mitte Mai der neue Bayer-Chef Werner Baumann vor. Gerade einmal zehn Tage im Amt sorgten die Leverkusener mit dem 62 Milliarden Dollar Übernahmeangebot für Monsanto in den vergangenen Wochen für ausreichend Gesprächsstoff. Der Deal wäre der größte Zukauf eines deutschen Unternehmens und wäre für Bayer die perfekte Antwort auf den zunehmend höher werdenden Druck in der Agrarchemiebranche.

Auf den Plätzen sieben und acht folgen zwei Deals aus der Lebensmittel- und Versicherungsbranche. Kraft Foods und Heinz fusionieren für 55 Milliarden Dollar. Damit steigt Heinz zum fünfgrößten Lebensmittelkonzern der Welt auf. Für 54,2 Milliarden Dollar kauft der US-Versicherer Anthem den Konkurrenten Cigna und wird damit neuer Branchenführer in den USA.

Bayer und Monsanto fusionieren für 66 Milliarden Dollar

Mega-Deal unter Dach und Fach

Bayer und Monsanto fusionieren für 66 Milliarden Dollar

14.09.16 - Es hat sich schon seit geraumer Zeit angedeutet und jetzt ist der Deal endlich beschlossen: Vorausgesetzt der Zustimmung der Kartellbehörden fusionieren Bayer und Monsanto und werden zum weltweit führenden Unternehmen der Agrarwirtschaft. Der Deal kostet Bayer 66 Milliarden Dollar. Hauptsitz der Saatgutsparte bleibt St. Louis, Missouri. Der Bereich Pflanzenschutz sowie die Division Crop Science werden aus Monheim geführt. Weitere Einzelheiten lesen Sie in unserem Beitrag. lesen

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