Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie Brand in Chempark Dormagen gelöscht

Von Wolfgang Ernhofer 40 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst sowie manche Kuriosität.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

31.01.2024

Düsseldorf (dpa/lnw) *19:26 Uhr – Brand in Chempark Dormagen gelöscht

Ein Brand in einem Produktionsbetrieb des Chemparks Dormagen ist am Mittwochnachmittag glimpflich ausgegangen. Die Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr hätten den Brand nach kurzer Zeit unter Kontrolle gehabt, teilte der Chempark mit. Zu Beginn sei es aber zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Daher seien der Bahnverkehr und ein Parallelweg vorsorglich kurzzeitig gesperrt worden. Verletzt wurde niemand. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Im Chempark Dormagen stellen rund 9500 Beschäftigten verschiedener Unternehmen auf einer Fläche von 360 Hektar chemische Produkte her.

Wien (dpa) *16:24 Uhr – OMV verkauft Gas-Beteiligung in Malaysia für rund 830 Millionen Euro

Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV verkauft für rund 830 Millionen Euro seinen Anteil an der malaysischen Sapura OMV an das französische Energieunternehmen Total Energies. Der Verkauf des 50-Prozent-Anteils werde voraussichtlich gegen Ende des ersten Halbjahrs 2024 vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen vollzogen sein, teilte die der Konzern am Mittwoch in Wien mit. «Diese Vereinbarung strafft unser Energieportfolio und steht im Einklang mit der Strategie 2030, die Öl- und Gasproduktion über die Zeit zu reduzieren», sagte OMV-Chef Alfred Stern.

Total Energies wiederum sieht mit dem Kauf seine Postion im Energiegeschäft in der Region deutlich gestärkt. «Mit ihren niedrigen Produktionskosten und der geringen Treibhausgasintensität werden die Anlagen perfekt in das Portfolio von Total Energies passen und dazu beitragen, den wachsenden Gasbedarf in Asien zu decken», sagte Patrick Pouyanné, Vorstandsvorsitzender und CEO von.

Sapura OMV mit Hauptsitz in Kuala Lumpur ist ein 50:50-Joint-Venture, also ein Gemeinschaftsunternehmen, das 2019 gegründet wurde. Es verfügt über Produktions- und Entwicklungsanlagen in flachen Gewässern vor der Küste Malaysias sowie über Explorationsbeteiligungen in Mexiko, Australien und Neuseeland. Die OMV will nach eigenen Angaben vom Mittwoch in der Region auch den Verkaufsprozess für sein Tochterunternehmen OMV New Zealand Limited fortsetzen. Das Engagement in Neuseeland ist in der Vergangenheit immer wieder auf Kritik von Umwelt- und Artenschützern gestoßen.

Der teilstaatliche OMV-Konzern strebt die schrittweise Umstellung auf ein kohlenstoffarmes Geschäft an. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von 62 Milliarden Euro und beschäftigt rund 22.300 Mitarbeiter. Total Energies hat mehr als 100.000 Mitarbeitern in 130 Ländern.

Oslo (dpa) *14:16 Uhr – Norwegische Regierung geht gegen Öl-Urteil in Berufung

Nach einer erfolgreichen Klage von Klimaschützern gegen die Genehmigung dreier Öl- und Gasfelder in der Nordsee geht der norwegische Staat gegen das Gerichtsurteil in Berufung. Die Regierung sei anders als das Gericht nicht der Meinung, dass in den drei Fällen ein Verfahrensfehler begangen worden sei, erklärte Energieminister Terje Aasland am Mittwoch. Man sei der Ansicht, dass man im Einklang mit den Vorschriften und auch mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 2020 gehandelt habe.

Das Bezirksgericht von Oslo hatte die Zulassungen für die Felder Breidablikk, Yggdrasil und Tyrving Mitte Januar für ungültig erklärt.

Der Staat hat dem Urteil zufolge bei den Genehmigungen gegen Auflagen verstoßen. Die klagenden Umweltschutzorganisationen Greenpeace sowie Natur und Jugend bekamen damit in ihrer Argumentation Recht, wonach der Staat gegen Bedingungen des Obersten Gerichts des Landes verstoßen habe, weil die Klimafolgen bei der Genehmigung der Felder nicht untersucht worden seien.

Die Klage stellte eine Fortführung eines Rechtsstreits dar, den die Klimaschützer schon seit Jahren in der Öl-Nation Norwegen ausfechten. Aasland erklärte, das Urteil des Osloer Gerichts beziehe sich auf die Sachbearbeitung von neuen Projekten, nicht aber darauf, ob es die Öl- und Gasproduktion auf dem norwegischen Kontinentalsockel geben solle oder nicht. Diese Produktion werde es weiterhin geben, betonte er. Die Regierung wolle den Erdölsektor weiterentwickeln, nicht abwickeln.

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