Plant Asset Management Symbole erleichtern Plant Asset Management

Autor / Redakteur: Dr. Thomas Schmidt / Dr. Jörg Kempf

Symbole erleichtern uns die Orientierung im Alltag. Damit möglichst viele Menschen diese Symbole verstehen, müssen sie eindeutig und einheitlich sein. Auch beim Plant Asset Management ist der Nutzen umso größer, je einfacher, klarer und verständlicher die Informationen aufbereitet sind. Darin liegt eine vorrangige Aufgabe für zeitgemäße Plant Asset Management-Systeme.

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Symbole erleichtern die Orientierung im Alltag.Und auch beim Plant Asset Management (PAM) ist der Nutzen umso größer, je einfacher, klarer und verständlicher die Informationen aufbereitet sind. (Bild: Yokogawa, PROCESS; [M]-Anetzberger)
Symbole erleichtern die Orientierung im Alltag.Und auch beim Plant Asset Management (PAM) ist der Nutzen umso größer, je einfacher, klarer und verständlicher die Informationen aufbereitet sind. (Bild: Yokogawa, PROCESS; [M]-Anetzberger)

Die Informationsquellen eines jeden Plant-Asset-Management-Systems sind Daten aus Feldgeräten, aus den Sensoren und Aktoren einer prozesstechnischen Anlage. Die Qualität der daraus abgeleiteten Informationen zu vereinheitlichen, war ein wesentliches Ziel der Namur-Empfehlung 107 „Selbstüberwachung und Diagnose von Feldgeräten“, die 2006 veröffentlicht wurde. Ebenso wie in der VDI/VDE-Richtlinie 2650 werden dort Arten der Diagnose und der Statussignale, das Verfahren der Verarbeitung bzw. Verdichtung dieser Diagnoseinformationen sowie mögliche Fehlerquellen betrachtet.

Standardisierte Statusinformationen

Die NE 107 definiert vier grundlegende, kumulierte Statusinformationen außerhalb des Normalbetriebs. Neben dem Geräteausfall (F, failure) und einer Funktionskontrolle (C, check), bei der ein Ersatzwert zur Verfügung steht, sind dies der Gerätebetrieb außerhalb der Spezifikation (S), z.B. infolge Verlassen des zulässigen Messbereichs, und kurz- bzw. mittelfristiger Wartungsbedarf (M, maintenance). Die Beschränkung auf diese vier Kategorien stellt sicher, dass das Bedienpersonal nicht mit einer Vielzahl von Detailinformationen konfrontiert wird, die keine unmittelbare Relevanz haben.

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Vom Standard zum betrieblichen Alltag

Einige wichtige Hürden konnte das Kategorisierungsschema nach NE 107 bereits nehmen: Es ist seit 2009 eine Pflichtanforderung im Rahmen der Spezifikation von Profibus PA (Version 3.02) und seit 2010 mit dem Interoperability Test Kit 6.0 (ITK 6.0) auch von Foundation Fieldbus (FF). Die Integration in die Hart-Spezifikation wird derzeit vorbereitet. Damit ist der Grundstein für eine flächendeckende Verbreitung gelegt.

Praktische Auswirkungen derzeit noch gering

Die praktischen Auswirkungen dieser weiten Akzeptanz sind derzeit allerdings eher noch gering. Die weit überwiegende Zahl der derzeit in Betrieb befindlichen Geräte entspricht noch nicht den Anforderungen der NE 107.

Der Anteil solcher konformen Geräte wird voraussichtlich auch erst allmählich im Laufe der nächsten Jahre wachsen, denn die meisten Gerätehersteller planen, diese Anforderungen erst im Zuge der Markteinführung neuer Geräteserien zu erfüllen.

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