High Containment Studie vergleicht RTP-Systeme – Wir sagen worauf es ankommt

Autor / Redakteur: Cyril Mounier und Chloé Guilmet* / Anke Geipel-Kern

Rapid-Transfer-Port-Systeme sind Stand der Technik im High Containment–Eine vergleichende Studie ermittelt die Knackpunkte der bestehenden Systeme und gibt Hinweise auf Verbesserungsbedarf.

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Manuelle Handhabung des DPTE-Systems bei Steril-Transfer (aus Sicht der Isolator-Innenseite).
Manuelle Handhabung des DPTE-Systems bei Steril-Transfer (aus Sicht der Isolator-Innenseite).
(Bilder: La Calhene)

Das erste RTP (rapid transfer port)-System hat Getinge-La Calhène bereits in den 1960er Jahren für die Nuklearindustrie entwickelt, die eine Lösung für den Transport von hochgefährlichen radioaktiven Substanzen benötigte.

Das System basiert auf der Interaktion von zwei getrennten Einheiten: Der Alpha-Port (a) befindet sich an einer Oberfläche (z. B. die Isolatorwand) und besteht aus einer Tür, einer Lippendichtung und einem Flansch.

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Der Beta-Port (b), das mobile Teil besteht aus Tür, Lippendichtung und einem Flansch, der an einem Behälter, Isolator oder eine geeignete Kammer angeschlossen ist. Beide Ports werden durch Rotation zu einer geschlossenen Einheit verbunden. Gleichzeitig werden die Türen von ihren jeweiligen Flanschen gelöst und gegenseitig zusammengeschlossen, wobei die Flansche und Dichtungen weiterhin die Dichtigkeit dieser neu geschlossenen Einheit sicherstellen.

Dieses sichere Transfersystem wird „DPTE“ (Double Porte pour Tranfert Étanche (Doppeltür für abgedichteten Transfer)) genannt und wird heute in zahlreichen Anwendungen der pharmazeutischen Industrie eingesetzt. Als Branchenstandard bildete es die Basis für die Entwicklung anderer Transfersysteme, die heute als Alternativen zum DPTE-System vermarktet werden.

Um das DPTE-190-Transfersystem mit den anderen RTP-Systemen zu vergleichen, hat La Calhene eine Studie durchgeführt. Dabei wurden fünf Standard-RTP-Systeme der größten Anbieter auf dem Markt für nukleare und pharmazeutische Anwendungen untersucht. Vier dieser RTP-Systeme funktionieren mit einem rotierenden Andocksystem. Das fünfte System wird ohne Drehung verriegelt.

Zur Evaluierung der Leistung und Eigenschaften dieser Transfersysteme (Alpha-Port) zusammen mit den jeweiligen Behältern (Beta-Ports) wurden Tests hinsichtlich der folgenden essenziellen Parameter jedes Transfervorgangs durchgeführt:

  • Verriegelungsdrehmoment (Reibungswiderstand der Verbindung)
  • Dichtigkeit
  • Betriebssicherheit / Bedienungssicherheit
  • wiederholtes Anschließen
  • Ergonomie

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