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Auch alternative Energieträger spielen bei dem Versorgungskonzept von Infraserv Höchst eine Rolle: So entstand im Südwesten des Standortes eine Ersatzbrennstoff-Anlage, in der heizwertreiche Bestandteile von Siedlungs- und Gewerbeabfällen – so genannte Ersatzbrennstoffe – thermisch verwertet werden.
Zudem ist der Industriepark Höchst Standort einer der größten Biogasanlagen Deutschlands. 15 Millionen Euro investierte das Unternehmen in den Bau dieser Einrichtung, in der organische Abfälle wie Fermentationsrückstände oder überlagerte Lebensmittel zusammen mit einem Teil der am Standort anfallenden Klärschlämme in Biogas umgewandelt werden. Hierfür entwickelten die Entsorgungs-Experten von Infraserv Höchst eigens ein neues Verfahren, da industrielle Klärschlämme bislang als ungeeignet für die Biogas-Produktion galten.
Umweltfreundliches Bioerdgas
Nach der Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2007 wurde das Biogas zunächst verstromt und für die Energieversorgung des Standortes genutzt. Effizienter ist es allerdings, das Biogas auf Erdgasqualität aufzubereiten und in das öffentliche Versorgungsnetz einzuspeisen. Auf diesem Grund betreibt Infraserv Höchst gemeinsam mit dem regionalen Energieversorger Mainova eine Bioerdgas-Aufbereitungsanlage, die 2011 in Betrieb genommen wurde und von einer gemeinsamen Tochtergesellschaft, der Infranova Bioerdgas, betrieben wird. Nun können die Frankfurter Erdgas-Verbraucher umweltfreundlich erzeugtes Bioerdgas nutzen, das im Industriepark Höchst erzeugt wird.
Insgesamt werden mit dem zukunftsweisenden Energiekonzept von Infraserv Höchst verschiedenste Ziele erreicht: Die Reduzierung der Abhängigkeit von externen Stromlieferungen und Entwicklungen auf den Energiemärkten sichert international wettbewerbsfähige Energiepreise, die Versorgungssicherheit der produzierenden Unternehmen ist sichergestellt und durch den hocheffizienten Umgang mit der Energie sowie die Nutzung alternativer Energieträger wird dem Nachhaltigkeits-Prinzip Rechnung getragen – für viele produzierende Unternehmen, die Kunden und Öffentlichkeit über Produktionsmethoden und damit verbundene Umweltauswirkungen informieren, ebenfalls ein wichtiger Aspekt.
Zweifellos hat dieses Energiekonzept großen Anteil daran, dass der Industriepark Höchst zu den attraktivsten und dynamischsten Chemie- und Pharmastandorten in Europa gehört. Besonders eindrucksvoll wird dies durch die Investitionszahlen der vergangenen Jahre belegt: Allein 2011 gaben die Standortgesellschaften 383 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung der Forschungs- und Produktionskapazitäten aus, seit dem Jahr 2000 beträgt die Summe der Investitionen am Standort stolze 5,2 Milliarden Euro – ein klarer Beweis für die Zukunftsfähigkeit des Industrieparks, der natürlich auch durch die zentrale Lage und die ausgezeichneten Verkehrsanbindungen zu den besonders attraktiven Standorten in Deutschland und Europa gehört.
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