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Abwasseraufbereitung

Spezieller Sand-Filter arbeitet permanent und reinigt sich selbst

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Der Filterspezialist Leiblein ergänzt mit dem Flow-Sand-Filter seine Angebotspalette an Filtersystemen um ein System mit exklusivem Zuschnitt. Der aufwärts durchströmte Raumfilter hält nicht nur über seinen Sandfilter feinste Partikel aus dem zugeführten Medium zurück, er kann zudem durch die gleichzeitig ablaufende kontinuierliche Filterbettreinigung auf Vorladebecken, Spülpumpen, Pufferbecken und komplizierte Rückspültechniken verzichten.

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Eine Reihe von Sandfiltern mit Schrägklärer und Flockungstank im Einsatz bei der Filtration von Suspensionen
Eine Reihe von Sandfiltern mit Schrägklärer und Flockungstank im Einsatz bei der Filtration von Suspensionen
(Bild: Leiblein)

Bei der kontinuierlichen Filtration erfolgt der Zulauf des Rohwassers in das Sandfilterbett des auf einer konischen Spitze stehenden Raumfilters mittels Leitungen und Verteiler (siehe Bildergalerie). Der Raumfilter ist je nach Anforderung eine Stahlkonstruktion oder wird in Beton ausgeführt. Mit einer Aufwärtsströmung durchdringt das Wasser das Filterbett von unten nach oben, um dann mit dem Gegenstrom im sich nach unten bewegenden Filterbett filtriert zu werden. Über eine Überfallkante zum Filtratablauf verlässt das gereinigte Wasser den Sandfilter.

Entscheidend für den Filterprozess in Kreislaufwirkung, eben ohne gesonderte Lagerungs- oder Reinigungsmodule, ist, dass der verschmutzte Sand über eine Mammutpumpe in den oberen Entspannungsteil gefördert wird. Von dort fällt er in den Sandwäscher, in dem der Gegenstrom mit einem Teilstrom des Filtrats seine Reinigungswirkung entfaltet. Der gereinigte Sand fällt über einen Sandverteilerkonus auf die Oberfläche des Filterbettes zurück, was seine gleichmäßige Verteilung über die gesamte Filterfläche bewirkt. So erneuert sich das Filtermedium praktisch immer wieder selbst.

Bildergalerie

Der Flow-Sand-Filter für hohen Wirkungsgrad

Neben dem Spektrum der kontinuierlichen Filtration mit der Eigenreinigung des Filterbettes ergeben sich für den Anwender weitere interessante Leistungsparameter. So ist der Einsatz von Medien mit hoher Feststoffbelastung möglich, trotzdem wird nach Aussage des Herstellers eine gleichmäßige Filtratqualität erzielt. Sowohl die Beschickung über Pumpen als auch mit freiem Zulauf erhöht das Ausschöpfen individueller Gegebenheiten.

Da der Filter ohne bewegliche Mechanikteile auskommt, ergibt sich eine lange Lebensdauer mit hoher Verfügbarkeit. Hinzu kommen eine Montage ohne großen Aufwand sowie die Aussicht auf geringe Energiekosten, um den Flow-Sand-Filter zu betreiben.

Anwender, die Suspensionen filtern wollen, erhalten auch die Möglichkeit, kleinere Partikel oder gelöste Stoffe durch Zudosierung von Flockungs-/Fällungsmitteln abtrennen zu lassen. Ebenfalls lässt der Aufbau eines Biofilms weitere Anwendungsbereiche erschließen.

Vielfältige Anwendungen, unterschiedliche Branchen

Die Einsatzgebiete des Leiblein-Sandfilters sind weit gesteckt: Die Trinkwasseraufbereitung aus Oberflächen- oder Brunnenwasser ist ebenso möglich, wie die Brauchwasseraufbereitung aus Brunnenwasser, genauso wie die Sinterwasseraufbereitung in der Stahlindustrie oder die Kühlwasseraufbereitung bei der Produktion mit Kreislaufführung. Auch die Abwasseraufbereitung der Industrie ist eingeschlossen, wie zum Beispiel in den Bereichen Chemie oder Papier.

Kommunale Kläranlagen erhalten bei der Schlussfiltration genauso ein sauberes Ergebnis wie alle, die sich mit Biofiltration, Denitrifikation und Nitrifikation befassen, bis hin zur Filtration mit Phosphatfällung.

Die ebenfalls im System Leiblein vorhandenen Schrägklärer, Feststoffabscheider oder Rotationsklärer eignen sich zur Grobreinigung und vorgeschalteten Sedimentation, um die Wirkung des Flow-Sand-Filters gezielt für feinste Partikel einzusetzen.

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