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Ziele erreicht
Signifikante Effizienzgewinne und Nachhaltigkeit des Veränderungsprozesses – beide Ziele konnten erreicht werden. Durch eine bessere Nutzung der eigenen Ressourcen und der dadurch möglichen Verringerung der Fremdleistungen wurden die angestrebten kurz- und mittelfristigen direkten Kosteneinsparungen erzielt. Aber auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit am Standort und das notwendige Umdenken der Mitarbeiter konnte erreicht werden. Dies soll an einem Beispiel erläutert werden, der Planung von Instandhaltungsaufgaben.
Standardisierte Priorisierung der Aufträge, konsequente Nutzung der zentralen SAP-Plantafel für die Ressourcen der Instandhaltungsteams sowie zutreffende Kennzahlen zum Leistungsmanagement sind hier die wichtigsten Elemente der Veränderungen. Was wie ein Widerspruch klingt, konnte so erfüllt werden: Mehr Instandhaltungsaufträge als bisher planen und gleichzeitig eine hohe Flexibilität gewährleisten. Dr. Thomas Gries, Betriebsleiter schildert die Vorteile: „Zur Effizienzsteigerung ist es sinnvoll unsere Handwerkerressourcen flexibel in verschiedenen Betrieben einzusetzen. Dafür ist eine standardisierte Priorisierung der Aufträge sehr wichtig – ihre Darstellung als messbare Kennzahl hat die Abstimmung zwischen Produktion und Technik deutlich verbessert.“
Tägliche Treffen der Planer mit den Kollegen der operativen Führung der Betriebe und Teammeetings der Instandhaltungsgruppen zur Besprechung des jeweiligen Tagesplans sowie wöchentliche Zielvereinbarungs- und Review Meetings zwischen Betrieb und Technik sind das Rückgrat für die Abstimmung und Kommunikation. Diese Meetings sind klar strukturiert und werden durch entsprechende Kennzahlen inhaltlich unterstützt.
Stefan Königseder (Gruppenleiter Technik) unterstreicht die Relevanz der Meetings für den Standort und dessen Mitarbeiter: „Die tägliche Diskussion mit meinem Team an der Teamtafel hilft mir, Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich durchgeführten Tätigkeiten zu erkennen – ich bekomme Probleme hautnah mit und kann meine Handwerker unterstützen, diese zu lösen.“ Einer seiner Mitarbeiter berichtet: „…meine Arbeitsliste hilft mir, meinen Arbeitstag und meine Arbeitszeiten besser zu organisieren. Das Teammeeting gibt mir einen Überblick darüber, welche Arbeiten die anderen Kollegen in meiner Gruppe erledigen. So kann ich mich einfacher mit ihnen abstimmen.“
Fazit: Mit den Erfolgen des Maintenance Excellence-Projektes wurde am Standort Gendorf ein wichtiger Beitrag zur anschließenden Realisierung des Clariant Produktionssystems (CPS) im Rahmen der Clariant Excellence Initiative geschaffen. Gendorf ist somit Clariants erster Chemiestandort in Europa, der CPS eingeführt hat.
* T. Plitt ist Technikleiter, Standort Gendorf Clariant Produkte (Deutschland) GmbH; P. Bekk ist Senior Advisor, N. Blechschmidt Senior Partner der ConMoto Consulting Group, München. E-Mail-Kontakt: blechschmidt@conmoto.de
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