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Industriemonitore

So unterstützen Thin Client basierte Industriemonitore Automatisierungstrends

| Autor/ Redakteur: Stefan Sittel* / Dr. Jörg Kempf

IT-Verfahren halten Einzug in die Prozessindustrie: Netzwerktechnik, Virtualisierung und zentrale Administration der Thin Client-Monitore über das Netzwerk sind die Neuheiten. Der Beitrag zeigt, wohin die Reise geht.

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Visunet GXP Zone 1/21 Remote-Monitor in einer pharmazeutischen Produktionsanlage
Visunet GXP Zone 1/21 Remote-Monitor in einer pharmazeutischen Produktionsanlage
(Bild: Pepperl+Fuchs)

Die industrielle Monitor-Technik zur Bedienung und Beobachtung von Prozessen in der Warte und im Feld wandelt sich. Der Trend geht weg von einfacher und festverdrahteter Hardware-Punkt-zu-Punkt-Anbindung zwischen Monitor und PC hin zu offener Anbindung über Kommunikationsnetzwerke (Ethernet LAN, WAN) und hochfunktionaler Firmware auf den nun intelligenten Monitoren mit integriertem Thin Client. Scada- und MES-Anwendungen, die im prozesstechnischen Umfeld bedient werden, laufen zunehmend in Windows-Sessions auf Servern im LAN oder WAN ab.

Geblieben ist die große bis sehr große Distanz zwischen Monitor-Arbeitsplatz und PC- bzw. Serverraum – nur wird diese heute meist mit Ethernet-Netzwerk-Infrastruktur überbrückt. Ein weiterer Trend aus der IT-Welt, der insbesondere in größeren prozesstechnischen Anlagen Einzug hält, ist die Virtualisierung vieler dieser Server und PC-Workstations auf zwei oder wenigen leistungsstarken Servermaschinen mit Hypervisor-Architektur.

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Neben dem Einzug von Techniken aus der IT-Welt gibt es einen erkennbaren Trend zu mehr Bildschirm-Arbeitsplätzen in der Produktion. Dies ist auch dem Anspruch auf gestiegene Qualität der Produkte und dem Übergang zur papierlosen Produktion geschuldet. Handelt es sich um prozesstechnische Anlagen der regulierten Industrien, allen voran der Pharmaproduktion, wird der Einsatz von Monitoren an den Arbeitsplätzen in den verschiedenen Arbeitsschritten zum Normalfall. Da die Pharma- und Kosmetikproduktion meist als Chargenfertigung ausgeführt wird, sind vor Ort in der Produktionsanlage mehr manuelle Schritte notwendig, was die Anzahl der benötigten Bildschirmarbeitsplätze erhöht.

In der Pharmaindustrie vollzieht sich seit einigen Jahren zudem ein Wandel in der Produktionstechnik: Immer mehr Anlagen stellen pharmazeutische Wirkstoffe für ein neues Arzneimittel nicht mehr klassisch mit chemischen Syntheseverfahren her, sondern bedienen sich biotechnologischer Verfahren. Das verändert auch die Anlagen und Automatisierungstechnik.

Nimmt man diese Trends als Basis für die Auslegung geeigneter Industriemonitore für die Prozessindustrie, stehen intelligente Monitore mit Netzwerkanschluss im Vordergrund. Auch eine hohe Auflösung des Displays (1920 x 1080 Pixel, Full-HD), geringer Stromverbrauch dank LED-Technik und die Eignung sowohl für Produktionsumgebungen mit und ohne Explosionsgefahr, als auch die pharmazeutische Reinraum-Tauglichkeit sind die typischen Anforderungen.

Branchen-spezifische Edelstahl-Industriemonitore

Die Edelstahl-Industriemonitore der Produktfamilie Visunet von Pepperl+Fuchs tragen diesen Anforderungen Rechnung: Während die Visunet-GMP- und Visunet-GXP-Reihe konsequent für die Life-Science-Industrien ausgelegt sind, steht die Visunet-IND-Reihe für ein breites Anwendungsspektrum in der chemischen Industrie bereit. Die extrem robuste Visunet-XT-Reihe steht für anspruchsvolle Einsatzbedingungen im Außenbereich der Öl/Gas-Industrie.

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