Verpackungsinspektion So läuft die Inspektion von Pharmaverpackungen rund

Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Wenn sich die Pharmaverpackungsinspektion im Kreis dreht und dennoch nicht richtig rund läuft, ist es an der Zeit, auf Linearbetrieb umzustellen. Diese Geradlinigkeit spart Platz, Lagerhaltungs-, Wartungs- und Energiekosten, erhöht die Betriebssicherheit und lässt hohe Durchsätze zu. Davon profitiert auch die Produktsicherheit.

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Das System erreicht ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Kontrolle von Vials und Ampullen.
Das System erreicht ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Kontrolle von Vials und Ampullen.
(Bild: Heuft)

Fehlausleitraten im zweistelligen Prozentbereich sind bei der optischen Inspektion transparenter Pharmabehälter keine Seltenheit. Mit dem Linearläufer Heuft spotter PH lässt sich der Anteil fälschlicherweise aus dem Produktionsstrom entfernter Erzeugnisse auf Zehntelprozentwerte reduzieren. Denn dieser unterscheidet zwischen harmlosen kosmetischen Mängeln und ernsthaften Risiken für die Produktsicherheit. Diese außergewöhnliche Präzision bei der gezielten Detektion verunreinigter, beschädigter oder nicht sicher verschlossener Pharmaverpackungen verdankt das weiterentwickelte End-of-Line-System überlegenen optischen Erkennungsverfahren und der neuen Hochleistungsbildverarbeitung Heuft reflexx².

Um selbst bei hohen Produktionsleistungen optimale Inspektionsresultate zu erhalten, bedarf es einer besonders leistungsstarken Bildverarbeitung. Deshalb wurde eine speziell auf die Heuft-Systeme zugeschnittene Software entwickelt. Die hochintegrierte Hard- und Software eignet sich zur Echtzeitkombination und -analyse mehrerer Erkennungsbilder. Mit einem deutlichen Plus an Rechenleistung, Auflösung, Farbtiefe, Kontrast, Filtern und Auswertemasken identifiziert sie bei gleicher Geschwindigkeit noch kleinere Fehler und unterscheidet sie klar von tolerierbaren Objekten. Das senkt die Fehlausleitrate auf Werte im Zehntelprozentbereich.

Hohe Akzeptanz

Reduzierte Einstellparameter und eine automatische Maskenadaption bei Sorten- und Programmwechseln erhöhen die Benutzerfreundlichkeit und erleichtern die cGMP-Abnahme. Neu ist zudem die Funktion zur automatischen Abspeicherung sämtlicher Erkennungsbilder. Zusätzlich wurde der Stromverbrauch der Hochleistungsbildverarbeitung reduziert.

Selbst im High-Speed-Bereich, bei einem Abstand von nur fünf Millimeter zwischen den einzelnen Behältern, realisiert die neue Software ein Höchstmaß an Erkennungssicherheit. Benutzerbezogene Zugriffsrechte, regelmäßige Passwortwechsel und ein umfassendes Audit-Trail-Protokoll schützen das System vor unerwünschten Änderungen der Einstellungen und machen sämtliche Logins über dessen gesamte Lebensdauer hinweg nachvollziehbar. Dies trägt dazu bei, dass das System den CFR-21-Part-11-Vorgaben zur Fälschungssicherheit von Daten gerecht wird.

Inspektion auf kompaktem Raum

Als Geradeausläufer ist das Inspektionssystem deutlich kompakter als herkömmliche Geräte: Seine Grundfläche beträgt noch nicht einmal einen Quadratmeter. Formatteile sucht man in seinem Inneren vergeblich, der Anteil beweglicher, verschleißanfälliger Komponenten ist gegenüber gängigen Rotationsmaschinen auf ein Minimum reduziert. Das Resultat: Mehr Verfügbarkeit, Durchsatz und Effizienz und deutlich weniger Lagerhaltungs- und Wartungsbedarf. Sortenwechsel gelingen innerhalb kürzester Zeit ohne mechanische Umstellarbeiten: Die spezifischen Programmdaten passen sich ebenso vollautomatisch an wie die Höhe und Durchlaufbreite des die Behälter führenden Riementriebs und die Positionen der einzelnen Erkennungsmodule.

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