Suchen

Asienstrategie

Siemens setzt in Asien auf Digialisierung

| Autor: Anke Geipel-Kern

Siemens stellt in Singapur seine Digitalisierungsstrategie für Asien vor. Für den Konzern ist der asiatische Stadtstaat ein wichtiger Standort, auch weil dort die Chemie besonders stark investiert. Langjähriger Partner ist Evonik, das Produktionsanlagen auf Jurong Island betreibt.

Firmen zum Thema

Dr. Armin Bruck, CEO Siemens Singapur, betonte die Bedeutung der Aean-Staaten für Siemens.
Dr. Armin Bruck, CEO Siemens Singapur, betonte die Bedeutung der Aean-Staaten für Siemens.
(Bild: Siemens)

Singapur ist eine Stadt der Superlative – der Stadtstaat im Südosten der malayischen Halbinsel gilt als teuerste Stadt der Welt, aber auch als sauberste. Die Einfuhr von Kaugummis ist verboten, auf den Straßen findet sich kein Zigarettenstummel, stattdessen gut gekleidete Menschen und die wahrscheinlich größte Dichte an Einkaufmalls in ganz Asien.

Die subtropische Metropole prosperiert und nicht nur deshalb nutzen viele deutsche Unternehmen Singapur als Eintrittspforte in den asiatischen Markt, auch wenn die Ölpreisflaute in der vergangenen zwei Jahren die Stimmung etwas gedämpft hat. „Singapur ist das ökonomische Kraftzentrum Asiens“, sagt Dr. Armin Bruck, seit zwei Jahren CEO von Siemens Singapur.

Lese-Tipp der Redaktion Erfahren Sie in unserem Whitepaper „Was bedeutet Made-in-China 2025 für die Chemieindustrie?“ wie das Reich der Mitte in Punkto Innovation, Nachhaltigkeit und Vernetzung bis 2025 ganz vorne mitspielen will und warum der Plan besonders für Chemie- und Petrochemieunternehmen zur Herausforderung wird. Weitere interessante Whitepaper aus der Prozessindustrie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Singapur auf dem Weg zur Smart City

Ein guter Ort also, um über Industrie 4.0-Geschäftsmodelle zu sprechen, denn die Asean-Staaten gelten als besonders offen für Zukunftsthemen und speziell die Regierung in Singapur hat weitreichende Pläne, aus der Metropole eine vernetzte, energieeffiziente Smart City zu machen. Ein aktuelles Ranking der Weltbank sieht Singapur zudem als den weltweit wirtschaftsfreundlichsten Standort.

Siemens ist in Asien – vor allem in China – seit 150 Jahren eine Konstante und in Singapur treibt der Konzern vor allem das Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 voran. „Digitalisierung ist ein weltweiter Trend, der neue Geschäftsmodelle und Wachstumsmöglichkeiten für die Industrie eröffnet“, sagt Raimund Klein, Head of Digital Factory & Process Industry für Siemens Singapur und Asean, der auf dem Vororttermin die Grundzüge der Siemens-Digitalisierungsstrategie erläutert.

Basis ist ein Softwareportfolio – die Digital Enterprise Software Suite –, die es dem Kunden ermöglichen soll, die gesamte Wertschöpfungskette abzubilden und zwar die der Fertigungs- und der Prozessindustrie gleichermaßen. Das Rückgrat heißt Teamcenter, eine Software-Plattform für collaboratives Product Data Management und Datenbackbone. „Teamcenter verknüpft virtuelle und reale Welt“, so Klein. Ein digitaler Reifetest ermittelt, wo Unternehmen in Sachen Digitalisierung stehen und welche Schritte eingeleitet werden müssen. „Wir müssen die Bedürfnisse des Kunden verstehen“, betont Klein.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44245376)