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Integration mit dem digitalen Zwilling
Im Mittelpunkt der Lösungen für die Prozessindustrie steht die Integration des CAE-Tools Comos mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7, der Simulationsplattform Simit und der Softwarelösung XHQ. „Basis ist der digitale Zwilling einer realen Anlage“, erklärt Klein.
Mit Comos Walkinside stehe zudem eine Softwarelösung zur Verfügung, die mit hochauflösender 3D-Virtual-Reality-Darstellung die Engineeringdaten visualisiere und es so ermögliche, sich wie in einem Videospiel durch seine Anlage zu bewegen und mit ihr zu interagieren – während diese bislang ausschließlich als Modell verfügbar ist. Die realistische Darstellung der Anlagenmodelle in 3D erlaubt einen einfachen, schnellen und intuitiven Zugriff auf relevante Projekt- und Anlagendaten während der Planung, des Betriebs und der Wartung – für alle Projektbeteiligten.
Langjähriger Partner von Siemens in Singapur ist Evonik. Der Spezialchemiekonzern betreibt zwei Anlagen auf Jurong Island, eine dritte ist gerade im Bau. Diese DL-Methionin-Anlage ist bereits die zweite ihrer Art auf der Chemieinsel und soll 2019 in Betrieb gehen. Auch Evonik treibt die Umsetzung von Industrie 4.0 voran. In Deutschland beschäftigt sich eine neugegründete Gruppe mit der Frage, wie ein Spezialchemiekonzern die Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Endkunden digitalisieren kann und welche neuen Geschäftsmodelle daraus entstehen können.
„Der Weg von einer automatisierten zu einer digitalisierten Anlage ist lang“, betont Peter Meinshausen, Präsident von Evonik Südostasien, Australien und Neuseeland. Zwei gemeinsam mit Siemens durchgeführte Projekte bringen Evonik den Zielen Energieeffizienz und Verfügbarkeit einen großen Schritt näher.
Durch die Implementierung eines integrierten Energiekonzepts konnte die zur Verfügung stehende Energie besser ausgenutzt werden und ein neuinstalliertes ISA 18.2-konformes Alarmmanagent-System reduzierte die Zahl der Alarme und erhöhte dadurch die Anlagenverfügbarkeit.
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