Löschmittel Sicher und umweltfreundlich löschen im Chemikalien-Lager

Redakteur: Dominik Stephan

Was tun, wenn's im Chemiepark brennt? Wenn Löschen mit Wasser nicht in Frage kommt, schlägt die Stunde der Löschmittel auf Inertgasbasis. Diese sind nicht nur natürlich und vergleichsweise umweltverträglich, sondern können auch zum Löschen kritischer oder elektrischer Installationen genutzt werden.

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Neue Löschmittel von Siemens gewährleisten betriebliche Kontinuität in kritischen Bereichen
Neue Löschmittel von Siemens gewährleisten betriebliche Kontinuität in kritischen Bereichen
(Bild: Siemens)

Löschmittel wie Argon, Stickstoff und Kohlendioxid sind chemisch inert und verursachen keine schädliche Reaktionen oder Nebenprodukte, wenn sie mit Feuer in Kontakt kommen. Selbst bei einem Vorfall hinterlassen die aktivierten Löschmittel keine Rückstände, die entfernt oder entsorgt werden müssen, und ermöglichen die schnelle Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs.

Denn: Inertgase sind schlechte elektrische Leiter und deshalb ideal für Anwendungen, bei denen es auf den Schutz kritischer Infrastrukturen ankommt. Argon, Stickstoff und Kohlendioxid bieten ausgezeichnete Löscheigenschaften für die Brandklassen A (Brände fester Stoffe), B (Brände flüssiger Stoffe) und C (Brände von Gasen). Argon eignet sich optimal für Brandklasse D (Brände von Metallen) und Stickstoff für Brandklasse E (Brände in elektrischen Anlagen). Daher setzt auch Siemens Smart Infrastructure bei seinem neuen Löschmittel-Portfolio Sinorix NXN auf die Gase, die durchs Feuer gehen: Argon, Stickstoff und Kohlendioxid sind ideal für spezifische Anwendungsbereiche wie Lagerräume für Chemikalien (Argon), kritische elektrische Infrastrukturen (Stickstoff) und Bereiche, in denen sich keine Menschen aufhalten (Kohlendioxid) zu schützen.

Das Sinorix-NXN-Portfolio nutzt nur Löschmittel und Verbindungen, die von Natur aus in der Atmosphäre vorkommen und die Umwelt nicht belasten, und hat dank des kompakten und vielseitigen Produktdesigns einen kleineren ökologischen Fußabdruck, erklärt Siemens. Die Löschmittel besitzen kein Ozonabbaupotential (ODP) und unterliegen weder regulatorischen Beschränkungen noch Auslauffristen. Darüber hinaus folgen die Löschprodukte den EN-Normen und -Richtlinien und weisen entsprechende Zertifizierungen durch Organisationen wie VdS und CNPP auf. Dadurch ist die Nachhaltigkeit der Löschlösung gewährleistet.

Von Anfang bis Ende auf der sicheren Seite mit Löschkompetenz und Brandschutzknowhow

Die neue ADV-Technology (Advanced Double Actuation Valve) von Siemens trägt über den gesamten Lebenszyklus einer Brandschutzanlage hinweg zur Effizienzsteigerung und somit auch zu Kosteneinsparungen bei. Durch vielseitig einsetzbare Komponenten wurde das Produktportfolio vereinfacht. Für alle Löschmittel lassen sich jetzt die gleichen Komponenten verwenden. Für alle Druckbereiche (8 - 360 bar) kommt nur eine Art von pneumatischen Auslösern zum Einsatz und sowohl für elektrische als auch für pneumatische Auslösung nur eine Art von Behälterventil.

Dadurch wird der Designprozess wesentlich flexibler und effizienter (Berechnungen für neue Konfigurationen oder neue Löschmittel lassen sich beispielsweise viel schneller durchführen). Bei der ADV-Technology wurde der Behälteraustausch deutlich vereinfacht, wodurch sich der Installations- und Wartungsaufwand reduziert.

Mit digitalen Tools wie Ausschreibungstexten, BIM-Daten sowie Online-Tools für Produktauswahl, Konfiguration, Bestellung und Berechnung bietet Siemens darüberhinaus Anlagenbetreibern Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Kunden haben Zugang zur Fachkompetenz, zum Designwissen und zur Erfahrung von Siemens und können so Überdimensionierung vermeiden, Projektkosten senken und gleichzeitig den Brandschutz erhöhen.

Um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen und die Risiken zu reduzieren, lassen sich die neuen Sinorix-NXN-Löschanlagen mühelos in Gesamtlösungen für den Brandschutz integrieren, einschließlich Brandmeldung und Evakuierung. Diese Integration vereinfacht auch das Facility Management durch cloudbasierte digitale Services, die die Betriebs- und Wartungskosten beträchtlich senken. | Siemens Smart Infrastructure

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