CO2-Reduktion Schokoladenhersteller Ritter Sport ist klimaneutrales Unternehmen

Redakteur: Alexander Stark

Um aus Zutaten wie Kakao, Milch und Zucker Schokolade herzustellen, ist viel Energie nötig. Dennoch meldet Alfred Ritter nun mit der Klimaneutralität ein weiteres seiner zentralen Nachhaltigkeitsziele erreicht zu haben.

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Der Schokoladenhersteller Ritter Sport ist nun klimaneutral.
Der Schokoladenhersteller Ritter Sport ist nun klimaneutral.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Waldenbuch – Bereits vor etwa 20 Jahren hat Alfred Ritter damit begonnen, Maßnahmen in Richtung Klimaneutralität einzuleiten. Wo immer möglich sollten Emissionen reduziert werden, verbleibende CO2e-Emissionen berechnet und nicht vermeidbare Emissionen kompensiert werden.

Mit einem langfristigen Energiekonzept wurde der Ausstoß von Treibhausgasen kontinuierlich reduziert. So bezieht Ritter bereits seit 2002 ausschließlich Ökostrom aus erneuerbaren Energien, verfügt über zahlreiche Photovoltaikmodule und ein eigenes Blockheizkraftwerk, das fast 70 % des eigenen Wärme- und 40 % des Strombedarfs am Standort Waldenbuch deckt. Ein professionelles und ambitioniertes Energiemanagement sorgt überdies für jährliche Energieeinsparungen. Auf dieser Basis hat Soil & More für 2020 verbleibende CO2e-Emissionen (Scope 1 und 2 sowie Scope 3, beeinflussbar) von knapp 29.000 Tonnen berechnet. Diese kompensiert das Familienunternehmen nun durch Zertifikate nach dem Gold Standard.

Nach einem ersten Etappenziel, der klimaneutralen Produktion 2019, die sämtliche Verarbeitungsschritte am Standort Waldenbuch (Scope 1 und 2) umfasste, kompensiert Ritter für 2020 auch über die Produktion hinausgehende und im direkten Einflussbereich des Unternehmens liegende Faktoren wie die Auslieferung der produzierten Schokolade (Scope 3 beeinflussbar). Der nächste Schritt, die vollständige Klimaneutralität entlang der gesamten Wertschöpfungskette umfasst auch Bereiche, die außerhalb des eigenen Einflussbereiches liegen, wie die Rohstofferzeugung (Scope 3 nicht beeinflussbar). Dieses große Ziel soll bis 2025 erreicht werden.

Voraussichtlich ab 2021 können für die Kompensation der unvermeidbaren CO2-Emissionen auch Zertifikate aus der eigenen Wertschöpfungskette genutzt werden. Durch Aufforstungen auf 1200 Hektar ist die Ritter Sport Kakaofarm El Cacao in Nicaragua als Klimaschutzprojekt nach dem Gold Standard anerkannt. So generiert das Familienunternehmen künftig eigene Zertifikate.

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