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Toner „on demand“:

Sauber abgefüllt

| Autor / Redakteur: Christian Wernicke / Wolfgang Geisler

Abb. 1: Die automatische Tonerabfüllanlage ist mit zehn Big-Bag-Entleerstationen ausgestattet.
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Abb. 1: Die automatische Tonerabfüllanlage ist mit zehn Big-Bag-Entleerstationen ausgestattet. (Bild: J. Engelsmann)

Toner für Digitalkopierer und -drucker („Laserdrucker“) sind feine Pulver aus Kunstharz, Pigmenten, elektrisierbaren Metalloxiden und Hilfsstoffen und aufgrund seiner Feinheit gesundheitlich nicht ganz unbedenklich. Wir stellen Ihnen hier eine Anlage zum automatischen Mischen und Abfüllen der in Big Bags angelieferten, schwierig zu handhabenden Basismaterialien vor.

In fast jedem Büro wird er benötigt: Toner für den Digitaldruck. So vielfältig wie das Farbenspektrum sind auch die Tonerspezifikationen, auch haben die Abnehmer unterschiedlichen Bedarf, was Farbe und Menge betrifft. Ziel des Tonerherstellers ist es daher, die verschiedenen Tonerspezifikationen für ein möglichst breites Farbspektrum schnell und kostengünstig zu produzieren. Dafür muss die Herstellung zu einem hohen Grad automatisiert werden. Für diese komplexe verfahrenstechnische Aufgabenstellung konzipierte J. Engelsmann eine automatische Anlage zur Entleerung unterschiedlicher Big Bags.

Der Auftraggeber produziert und liefert kundenspezifische Farbtoner „on demand“, in der jeweiligen Firmenfarbe und Bedarfsmenge. Eine gleichbleibend hohe Qualität der kundenspezifischen Toner erfordert in der Produktion absolute Konstanz und Präzision beim Dosieren und Auswiegen der Einzelkomponenten. Auch die geforderten Sicherheitsstandards haben wegen des explosiblen Tonergemischs hohe Priorität. Vielfältige Anforderungen, die die Anlagenbauer von Engelsmann innerhalb von sechs Monaten Entwicklungs- und Bauzeit erfüllen konnten.

Automatisiert, doch individuell

Die Anlage mit zehn Big-Bag-Entleerstationen deckt den kompletten Prozess von der Mischung des Farbtons bis zur anwendergerechten Abfüllung in Einzelgebinde ab und ermöglicht die Produktion kundenspezifischer Unternehmensfarben mit durchgängiger Farbkonsistenz in sehr kurzer Zeit.

Jede der zehn Big-Bag-Entleerstationen verfügt über einen eigenen Kettenzug zur Annahme der Big Bags, deren Auslaufrüssel staubdicht an den Entleertrichter mit Doppeldosierschnecke zur Grob- und Feinstromdosierung angeschlossen werden. Die einzelnen Farben werden rezepturgesteuert von einer fahrbaren Waage, auf die ein Fass aufgestellt wird, an den jeweiligen Big-Bag-Entleerstationen abgeholt. Um am Ende des Dosiervorganges ein Nachrieseln von Produkt zu vermeiden, werden die Schneckenausläufe pneumatisch verschlossen. Wenn alle Farben in das Fass eindosiert sind, erfolgt eine hocheffiziente aber schonende Mischung in einem Rhönradmischer. Nach einer vorgegebenen Mischzeit wird das Fass entnommen und die Druckfarbe in die entsprechenden Verkaufsgebinde abgefüllt.

Ergänzendes zum Thema
 
Automatisierung und Rückverfolgbarkeit

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