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Rohstoffpreise April 2019 Rohstoffpreise bleiben trotz schwächerer Konjunktur stabil

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise haben sich mit einem Anstieg von 2,1 % nur geringfügig erhöht. Infolge des etwas schwächeren Euro betrug der Anstieg in Inlandswährung gerechnet 2,6 %. Vor allem die Erdölpreise notierten im Monatsverlauf fester. Die Experten der Industriebank IKB verfolgen die Entwicklung der einzelnen Preise. Die Grafiken in der Bildergalerie zeigen die Entwicklung der einzelnen Rohstoffe detailliert.

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Die Weltrohstoffpreise bleiben zu Beginn des Aprils stabil.
Die Weltrohstoffpreise bleiben zu Beginn des Aprils stabil.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Einmal mehr belasten geopolitische Probleme die Rohstoffpreise. So ist die Ölförderung Venezuelas im Februar 2019 gegenüber dem Vormonat um rund 14 % gesunken, im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2017 hat sich diese bereits halbiert. Diejenige des Iran hat sich dagegen zuletzt bei gut 2,7 mbd (= million barrel per day) stabilisiert, das Vorjahresniveau wird jedoch um fast 30 % unterschritten. Das hohe Förderniveau der USA verhindert Engpässe, einzelne Sorten mit geringem Schwefelgehalt sind jedoch knapp. Die USA dürften auch im laufenden Jahr ihre Erdölexporte weiter ausweiten.

Trotz verhaltener Konjunkturaussichten zieht die Weltrohölnachfrage 2019 auf erstmals 100 mbd an. Insgesamt sieht die Industriebank IKB eine Bewegung der Rohölpreise um das Niveau von 70 Dollar je Barrel Brent. Sollte die Opec im Juni 2019 ihre Fördermenge nochmals kürzen, hat dies eine deutliche Überschreitung dieser Marke zur Folge.

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Für die mittelfristige Entwicklung der Eisenerznotierungen ist die Normalisierung der Förderung in Brasilien notwendig. Seit dem Dammbruch bei Vale liegt die Erzförderung deutlich unter dem Normalniveau, die Notierungen haben sich zuletzt um das im Februar erreichte Niveau stabilisiert. Dadurch erhalten die Stahlpreise jedoch im Vergleich zum Vorjahr einen Kostenimpuls, der eine sonst mögliche Preisreduktion begrenzt. Eine Beendigung des Handelskrieges zwischen den USA und China sowie anderen Partnern sollte die Stahlnachfrage jedoch stimulieren.

Für den Wechselkurs des Dollar zum Euro prognostiziert die IKB bis Mitte 2019 eine Bewegung um die Marke von 1,13 Dollar je Euro. Da in den USA und in der Euro-Zone nicht von Zinsanhebungen im laufenden Jahr auszugehen ist, könnten hier primär vom Brexit negative Impulse ausgehen.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Die Experten der IKB analysieren monatlich die Rohstoffmärkte und PROCESS berichtet. Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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