Rohstoffpreise Februar 2021 Rohstoffknappheit treibt Preise in die Höhe

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Einmal monatlich analysieren die Experten der Industriebank IKB die Situation der Rohstoffmärkte. Aktuell stellen die Experten anziehende Preise fest. In der Artikelbildergalerie sind Grafiken der einzelnen Rohstoffe mit Preisen und Einschätzungen der Industriebank-Experten zur weiteren Entwicklung.

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Die Rohstoffpreise steigen im Februar weiter.
Die Rohstoffpreise steigen im Februar weiter.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Die Weltrohstoffpreise zogen im Januar 2021 auf Dollar-Basis gerechnet um 10,5 % an. Infolge der Seitwärtsbewegung des Euro zum Dollar fiel der Rückgang in Inlandswährung nahezu identisch aus. Der Preissprung aus dem Dezember 2020 setzte sich also weiter fort.

Bei einigen Industrierohstoffen kam es zu Versorgungsengpässen, die auf dem deutschen Stahlmarkt oder dem globalen Kupfermarkt jedoch wesentlich pointierter ausfielen. Allerdings machte sich in vielen Abnehmerbranchen von Industrierohstoffen mittlerweile die Sorge breit, dass die Covid-19-Pandemie die Wirtschaft möglicherweise bis in das Jahr 2022 hinein beeinflussen und zu einem geringeren Wirtschaftswachstum als ursprünglich erwartet führen könnte.

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Die Weltrohölmärkte standen im Januar 2021 voll im Bann der OPEC-Konferenz: Es wurde für die Monate Januar und Februar 2021 eine Kürzung der Fördermenge um gut 1,4 mbd (= million barrel per day) beschlossen. Nach dem Nachfrageeinbruch von knapp 10 mbd im Jahr 2020 wird nun ein Anstieg von 6 mbd erwartet. Dieser wird auch zu rund 85 % von der OPEC gedeckt werden. Allerdings lag die Fördermenge im Dezember 2020 noch über dem im ersten Quartal 2021 notwendigen Niveau. Von daher bewirkte die Förderkürzung eine deutliche Stabilisierung des Preisniveaus.

Die IKB erwartet für den Rohölpreis bis Ende März 2021 eine Bewegung um die Marke von 56 Dollar je Barrel Brent. Zum Jahresende dürften die Preise über 60 Dollar je Barrel Brent liegen. Das aktuelle Säbelrasseln zwischen dem Iran und den USA kann allerdings zu kurzfristigen größeren temporären Preisausschlägen führen. Auch der Erdgaspreis dürfte im ersten Quartal 2021 fester notieren, nachdem er im November 2020 wieder die Marke von 4000 Euro/TJ überschritten hat. Dieser dürfte im ersten Quartal um die Marke von 4200 Euro/TJ oszillieren.

Für den Wechselkurs des Dollar zum Euro sehen die Experten bis Ende des ersten Quartals 2021 eine Bewegung um die Marke von 1,21 Dollar je Euro. Im Verlauf des Jahres 2021 erwartet die Industriebank eine Abwertung des Euro.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden, können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Die Experten der IKB analysieren monatlich die Rohstoffmärkte und PROCESS berichtet. Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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