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Biomasseforschung Retrofitting soll Einbindung von Bioenergie in Industrieanlagen erleichtern

| Redakteur: Alexander Stark

Das von der EU finanzierte Biofit-Projekt soll die Einbindung von Bioenergie in europäische Industrieanlagen durch Retrofitting erleichtern. Das Projekt fokussiert sich während seiner dreijährigen Laufzeit auf fünf spezifische Branchen, nämlich Biokraftstoffe der ersten Generation, Zellstoff und Papier, fossile Raffinerien, fossile Brennstoffe und Blockheizkraftwerke.

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Biofit soll die Einführung von Retrofitting-Maßnahmen zur Erhöhung der Nutzung von Bioenergie in verschiedenen europäischen Industriezweigen erleichtern.
Biofit soll die Einführung von Retrofitting-Maßnahmen zur Erhöhung der Nutzung von Bioenergie in verschiedenen europäischen Industriezweigen erleichtern.
(Bild: Biofit )

Leipzig – Bioenergie ist eine wesentliche Form der erneuerbaren Energien. Durch Innovationen angeregt, werden die Bioenergie-Technologien immer fortschrittlicher und vielfältiger, was zu einer energieeffizienten Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte sowie einer Vielzahl von Kraft- und Betriebsstoffen führt. Das Retrofitting - also die Nachrüstung eines Teils einer bestehenden Anlage durch modernste Geräte - kann eine kostengünstige Lösung zum Ausbau der Bioenergienutzung in der Industrie sein. Denn Nachrüstung bedeutet oft niedrigere Investitionskosten, kürzere Durchlaufzeiten, schnellere Umsetzung, weniger Produktionsausfälle und geringere Risiken.

Biofit ist ein EU-Projekt, das die Einführung von Retrofitting-Maßnahmen zur Erhöhung der Nutzung von Bioenergie in verschiedenen europäischen Industriezweigen erleichtern soll. Das Projekt wird von der BTG Biomass Technology Group unter Beteiligung von Patrick Reumerman und John Vos koordiniert. Zu den Kernaktivitäten gehören die Hervorhebung bestehender Nachrüstungsbeispiele und die Entwicklung von zehn Retrofit-Fallstudien in Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Parallel dazu wird die gesamte Branche durch fünf Industrieforen (Arbeitsgruppen) einbezogen und unterstützt. Die Foren sollen der Industrie die Vorteile der Nachrüstung von Bioenergie aufzeigen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Ansichten aller Beteiligten Gehör finden.

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Das Konsortium besteht aus vierzehn Partnern aus acht europäischen Ländern: Schweden, die Niederlande, Deutschland, Spanien, Finnland, Österreich, Bosnien-Herzegowina und Griechenland. Das Konsortium besteht sowohl aus Industriepartnern als auch aus akademischen/Forschungspartnern.

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum unterstützt das Projekt durch die Einbindung von Industrievertretern, Politikern und anderen Interessengruppen über verschiedene Plattformen, wie Workshops, B2B-Events und Online-Umfragen. Darüber hinaus wird eine Fallstudie betreut sowie politische und technische Handreichungen erarbeitet.

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