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Platte statt Rohr Reduzierung der Betriebskosten durch kompakte Plattenwärmeübertrager

| Autor / Redakteur: Achim Heiming* / Wolfgang Ernhofer

Wärmeübertrager spielen in der petrochemischen Produktion eine wichtige Rolle. Angesichts des hohen Wettbewerbsdrucks von globalisierten Märkten kommt ihnen jedoch eine Funktion zu, die weit über die klassischen Wärmeübertragungsaufgaben hinausgeht. Mehr und mehr Anlagenbetreiber sehen in ihnen einen der entscheidenden Schlüssel, um Energie zu sparen, die Produktivität zu steigern und die Verfügbarkeit der Anlagen zu erhöhen.

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Durch strategischen Einsatz von Wärmeübertragern in der chemischen Industrie lassen sich erhebliche Einsparpotenziale heben.
Durch strategischen Einsatz von Wärmeübertragern in der chemischen Industrie lassen sich erhebliche Einsparpotenziale heben.
(Bild: Alfa Laval / PROCESS )

Ganz gleich, ob hierzulande bei der BASF in Ludwigshafen Acetylen produziert oder am anderen Ende der Welt bei der Rayong Olefins Company in Thailand Ethylen hergestellt wird, ohne Wärmeübertrager lassen sich keine petrochemischen Produktionsanlagen betreiben. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese direkt im Prozess bei der Herstellung und Behandlung der Zwischen- und Endprodukte oder bei der Nutzung von Abwärme zum Einsatz kommen. Angesichts der immanent wichtigen Funktion der Wärmeübertrager verwundert es wenig, dass diese Allrounder bei der Optimierung der Betriebskosten zunehmend in den Fokus der Anlagenbetreiber geraten.

Dabei geht es nicht nur um die Senkung der Energiekosten, sondern um die Optimierung der gesamten Prozesse. Gefragt sind intelligente und innovative Lösungen, mit denen die Gesamtbetriebskosten der kompletten petrochemischen Anlagen gesenkt werden können – und das möglichst bei einem schnellen Return on Investment.

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Angesichts der vielen verschiedenen Anwendungsgebiete verwundert es kaum, dass die Anlagenbetreiber auf der gesamten Welt unterschiedliche Lösungsansätze verfolgen, die trotz der verschiedenen Branchen und Anwendungsgebiete eins gemein haben: Durch den Einsatz von neuen Wärmeübertragern werden unterm Strich die Betriebskosten gesenkt.

Energie bei Rayong Olefins Company eingespart

Die Rayong Olefins Company ist der zweitgrößte Petrochemie-Konzern in Thailand. In der 1998 fertiggestellten Chemieanlage in Map Ta Put produziert das Unternehmen neben diversen petrochemischen Stoffen wie Propylen, Benzol und Toluol auch Ethylen in großen Mengen; die Kapazität beläuft sich auf rund 800 000 Tonnen Ethylen im Jahr. Da der Herstellungsprozess äußerst energieintensiv ist, schlagen die Energiekosten in erheblichem Maße auf die Gesamtkosten durch – selbst geringe Energieeinsparungen können die Profitabilität der Anlage also deutlich steigern.

Im Jahr 2009 startete das Unternehmen daher ein Projekt, mit dem die Energiebilanz bei der Ethylen-Produktion signifikant verbessert werden sollte. Als potenzielle Schwachstelle wurde das Kühlwasser ausgemacht, aus dem Wärme bisher mittels Rohrbündelwärmeübertragern zurückgewonnen wurde. Durch den Einsatz von modernen vollverschweißten Wärmeübertragern versprach sich Rayong Olefins eine deutlich höhere Effizienz bei der Wärmerückgewinnung – eine Einschätzung, die sich bestätigen sollte.

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