Platte statt Rohr

Reduzierung der Betriebskosten durch kompakte Plattenwärmeübertrager

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Zusätzlich zu den bereits verwendeten Rohrbündelwärmeübertragern wurde ein Compabloc 120 von Alfa Laval installiert, mit dem weitere 5,5 MW Wärme zurückgewonnen und dem Prozess zugeführt werden konnten. Hierdurch wurden jährliche Einsparungen in Höhe von umgerechnet 1,4 Millionen Euro realisiert – und das, wie der zuständige Projektingenieur Supachai Kengsamut betont, ohne jeden Wartungsaufwand beim neuen Wärmeübertrager.

Kapazität bei Dow Wolff Cellulosics erweitert

Bei Dow Wolff Cellulosics im belgischen Zwijndrecht hingegen wurde aus der Not eine Tugend gemacht. In dem Werk, in dem die Dow-Tochter HEC (Hydroxyethylcellulose) unter dem Markennamen Cellosize produziert, wurden bisher zwei individuell angefertigte Rohrbündelwärmeübertrager bei der Lösemittelrückgewinnung parallel eingesetzt. Obwohl einer der beiden Apparate störungsfrei lief, war die andere Einheit so wartungs- und reparaturbedürftig, dass ein Ersatz her musste – und das schon zum nächsten geplanten Produktionsstopp.

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Da das Zeitfenster zu eng war, um einen Rohrbündelwärmeübertrager mit den erforderlichen Spezialanpassungen zu bauen, entschied sich Dow Wolff Cellulosics für einen Compabloc von Alfa Laval, dessen flexible Auslegung eine kurzfristige Anpassung an spezifische Erfordernisse ermöglicht. Obwohl das Werk damit einen Plattenwärmeübertrager parallel zu einem Rohrbündelwärmeübertrager einsetzt, läuft der Betrieb nicht nur störungsfrei, sondern auch mit höherer Leistung, weil das Leistungsspektrum des kompakten Plattenwärmeübertragers höhere Kapazitäten bei der Lösemittelrückgewinnung ermöglicht. Aus kurzfristiger Not entstand also eine langfristige Kapazitätserhöhung.

Kühlengpässe bei Dneproazot beseitigt

Wie leistungsstark die kompakten Plattenwärmeübertrager sind, hat sich auch in Dneprodzerzhinsk in der Ukraine gezeigt, wo Dneproazot in der lokalen Düngemittelfabrik u.a. rund 660 000 Tonnen Harnstoff produziert. Unter Anwendung des Stamicarbon-Verfahrens wird hierbei den beiden Harnstoff-Anlagen des Unternehmens Ammoniak und heißes CO2 zugeführt, das zuvor in einer Ammoniak-Anlage mit dem Kellogg-Verfahren gewonnen wurde. Um die Feuchtigkeit aus dem CO2 zu entfernen, hat das Unternehmen bis zur Jahrtausendwende mit zwei Rohrbündelwärmeübertragern gearbeitet, die nun durch einen einzigen Alfa Laval Compabloc ersetzt wurden.

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