Platte statt Rohr

Reduzierung der Betriebskosten durch kompakte Plattenwärmeübertrager

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Laut zuständigem Produktmanager von Dneproazot, Vladislav Levchenko, konnte damit ein entscheidender Engpass beseitigt werden: „Beim alten Rohrbündelsystem war es im Sommer nur möglich, das Gas auf 65 °C abzukühlen. Mit dem Compabloc können wir nun Temperaturen von 35 °C erreichen – und das mit dem gleichen Kühlwasser, das dem Fluss Dnjepr entnommen wird. Dies bedeutet, dass dem Gas mehr Feuchtigkeit entzogen wird, was zu einer erhöhten Harnstofferzeugung führt. Damit hat Compabloc nicht nur unseren Kühlbedarf gelöst, sondern auch dabei geholfen, unseren Gewinn zu erhöhen.“

Investitionskosten bei BASF reduziert

Einer der langjährigen Anwender von Alfa Laval-Technik ist BASF. Der deutsche Chemieriese setzt in der Ludwigshafener Acetylen-Anlage bereits seit 1993 Compabloc-Plattenwärmeübertrager ein. Systematisch wurden mittlerweile mehr als 25 dieser Apparate installiert. Grund hierfür war neben der erhöhten Effizienz der kompakten Plattenwärmeübertrager die Reparatur- und Schadensanfälligkeit der zuvor verwendeten Wärmeübertrager. So auch 2007/2008, als zwölf Rohrbündelwärmeübertrager aus Kohlenstoffstahl – eingesetzt in Absorptions-/Stripper-Prozessen – durch vier Compabloc-Apparate ersetzt werden mussten, weil die Lebensdauer der verwendeten Rohrbündel aufgrund einer hohen Sandkonzentration im Kühlwasser unterhalb der Erwartung geblieben war.

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Eine gute Entscheidung, die nicht nur den Reparatur- und Wartungsaufwand reduziert hat, sondern auch mit geringeren Investitionskosten einherging, wie Frank Steiglich, Project Operation Manager Acetylene, bei BASF sagt: „Die Kosten für die Compabloc lagen rund 25 % unter denen einer Neuberohrung der Rohrbündelwärmeübertrager. Zusätzlich wurde noch Platz geschaffen, der die Anlage sicherer für die Betreiber gemacht hat.“

Verfügbarkeit der Anlage bei Mexichem erhöht

Als Mexichem die Produktion seiner PVC-Anlage in Altamira, Mexiko, ausweiten wollte, erwiesen sich die Wärmeübertrager, die für den Wärmeaustausch der PVC-Schlämme notwendig sind, in immer stärkerem Maße als Engpass. Bereits bei der ursprünglichen Kapazität waren wegen der hohen Wartungsintensität zwei wechselweise arbeitende Rohrbündelwärmeübertrager notwendig, um die Ausfallzeiten trotz der häufigen Reinigungsintervalle auf einem gerade noch akzeptablen Niveau zu halten.

Aufgrund der guten internationalen Auftragslage hatte eine Kapazitätserweiterung bei der PVC-Anlage für Mexichem jedoch höchste Priorität – und die Erweiterung war nur möglich, wenn der Engpass beseitigt werden würde. Alfa Laval legte Mexichem schließlich Spiralwärmeübertrager ans Herz, da diese kompakten Apparate bei gleichem Platzbedarf eine deutlich höhere Leistung abrufen können. Zudem sank der Servicebedarf nach der Inbetriebnahme der Spiralwärmeübertrager deutlich.

„Die Leistung ist so gut, dass wir kaum über die Reinigung nachdenken müssen. Die Spiralwärmeübertrager werden jetzt nur noch einmal im Jahr außer Betrieb genommen, wenn die gesamte Anlage überholt wird“, so Miguel Angel Rivera Hernández, Engineering Manager bei Mexichem. Eine signifikante Erhöhung der Verfügbarkeit, die sich wie bei vielen innovativen Wärmeübertragern letztlich in der Profitabilität der gesamten petrochemischen Anlage niederschlägt.

* * Der Autor ist Energy & Process Manager bei Alfa Laval Mid Europe, Glinde. Kontakt: Tel. +49-40-7274-03

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