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Statements zur Anlagenreinigung

Produktiv trotz hohem Aufwand

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Tobias Hüser

Wie lässt sich der Reinigungsaufwand verringern? Bis zu 30 Prozent des Produktionsprozesses im Pharma- und Foodbereich nimmt die Reinigung der Anlagen ein. (Bild: Anuga FoodTec)
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Wie lässt sich der Reinigungsaufwand verringern? Bis zu 30 Prozent des Produktionsprozesses im Pharma- und Foodbereich nimmt die Reinigung der Anlagen ein. (Bild: Anuga FoodTec)

Die Reinigung von Anlagen und deren Dokumentation nimmt einen immer stärkeren Raum in Anlagen der Lebensmittelindustrie ein. Die Folge: Die Reinigungszeiten steigen sprunghaft an.

Die VDMA Fachverbände Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sowie Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate schätzen den zeitlichen Reinigungsanteil in der Lebensmittelindustrie auf 20 bis 30 Prozent. „Der Reinigungsanteil macht immer noch einen erheblichen Anteil der in der Produktionshalle zur Verfügung stehenden Zeit aus“, so der Vorsitzende der Fachabteilung Sterile Verfahrenstechnik, Klaus Kuhn.

Ziel ist es daher, die Reinigbarkeit von Maschinen, Anlagen und Komponenten sowie die Verfahren stetig zu verbessern. Die Unterschiede zwischen Lebensmittelindustrie und der Pharmaindustrie werden in einigen Teilbereichen geringer oder verschwinden ganz. Selbst innerhalb der Lebensmittelindustrie sind die Reinigungszeiten und -zyklen höchst unterschiedlich. Sie hängen z. B. von der Anfangskeimbelastung der Ausgangsstoffe, dem in der Teilbranche verarbeiteten Produkt, aber auch von dem Schichtmodell im Betrieb oder dem technischen Stand der Produktionsanlagen ab.

Process hat nachgefragt – wie lassen sich die Reinigungszeiten in den Anlagen und Prozessen der Lebensmittelindustrie bei gleichzeitig steigenden Anforderungen hinsichtlich der Hygiene senken? Drei Experten haben geantwortet.

Die Lösung: Automatisierung der Reinigungsprozesse

René Minkus, Serviceleiter von Amxion:

„Reinigungszyklen von Maschinen gehören zu den unproduktiven Nebenzeiten, die minimiert werden sollten. Eine effiziente Lösung stellt die Automatisierung der Reinigungsprozesse dar. Amixon bietet u.a. das Waterdragon-System an, das einen manuellen Eingriff in den Reinigungsvorgang unnötig macht. Darüber hinaus bietet die Reinigungslanze, die direkt in den Amixon-Mischer integriert werden kann, die Möglichkeit zur automatisierten Trocknung. Die Nassreinigung ist aber nicht für alle Verfahren geeignet, manchmal vom Betreiber auch nicht gewollt.

Für die Trockenreinigung der Amixon-Flachbodenapparate gibt es ebenfalls eine Lösung. Mit dem Comdisc-Abstreifer-System in Verbindung mit dem Sinconvex- Mischwerkzeugs lässt sich eine Restentleerung von 99,997 Prozent erreichen. Somit wird eine zusätzliche Reinigung des Apparats nahezu überflüssig. Aufgrund der Reproduzierbarkeit der Reinigungsergebnisse wird die Grundlage für eine Validierung geschaffen, die Amixon auf Wunsch selbstverständlich durchführt.“

Einzelanlangen statt zentrale Reinigungsanlagen

Uwe Gerasch, Product Manager FS Technology von Oystar:

„Eine Möglichkeit ist die individuelle Anpassung des Reinigungsprozesses an die Prozesse und vor allem Produkte des Kunden. Bei unserer vollautomatischen Reinigung der Füllmaschine gibt es z.B. Reinigungsintervalle, die in Abhängigkeit vom Produkt mit einer bestimmten Häufigkeit gefahren werden. Unter Umständen kann es durch den Wegfall der Schnittstellen und kürzeren Rohrlängen auch zu deutlichen Verbesserungen führen, indem zentrale Reinigungsanlagen durch Einzelanlagen ersetzt werden.

Die Zeit von Ende einer Produktion bis zum Beginn der nächsten Produktion ist nicht selten doppelt so lang wie die Zeit, die für die eigentliche Reinigung und Sterilisation der Maschine benötigt wird. Eine der Ursachen dafür ist die Nichtnutzung der Möglichkeit paralleler Abläufe. Der beste Weg, um diese Sachverhalte zu optimieren, besteht in der Analyse der bestehenden Abläufe und der anschließenden Behebung der Schwachpunkte.“

Von vornherein Verschmutzungen vermeiden

Peter Hubert, Geschäftsführer von Ishida:

„Unabhängig davon, ob Mehrkopfwaage, Traysealer oder Röntgenprüfgerät – Ishida legt schon bei der Entwicklung der Maschinen großen Wert auf eine hygienefreundliche Bauweise. Alle Maschinen besitzen eine offene Rahmenbaukonstruktion, abgerundete Ecken und Kanten sowie glatte Oberflächen. So werden Ablagerungen und Anhaftungen von Produktresten oder Verschmutzungen von vornherein minimiert. Außerdem sind alle Geräte und Maschinen für die Reinigungsmaßnahmen leicht zugänglich.

Sämtliche produktführenden Teile wie Schalen, Rinnen oder Förderbänder können ohne Werkzeug abgenommen und wieder montiert werden. Die Edelstahl-Korpusse sind gemäß der Schutzart IP65 ausgelegt und können nass abgespritzt werden. Um die Staubentwicklung von vorneherein zu reduzieren, haben wir besonders produktschonende Verfahren entwickelt und die Maschinen können zusätzlich eingehaust werden.“

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