PTFE-Kompensatoren Produkteigenschaften von PTFE-Kompensatoren optimieren

Autor / Redakteur: Franz Hingott / Wolfgang Ernhofer

Hochleistungskunststoffe ersetzen in Chemie- und Prozessanlagen immer öfter Komponenten aus Stahl. PTFE-Kompensatoren sind wichtig, um Vibrationen und Ausdehnungen abzufedern und für Sicherheit der Rohrleitung zu sorgen. TÜV Süd Chemie Service zeigt, welche Prüfmethoden den sicheren Einsatz von Rohrkompensatoren aus Kunststoff ermöglichen.

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Kompensatoren mit Fehlstellen: (1) Risse am Innenradius von „Bergen“ (2) Einschneidungen und Aufwulstungen im Bereich der „Täler“ (3) u. (4) Ungleichmäßige Wellenformen (5) Scharfkantiger Übergang an den äußeren Flanken.
Kompensatoren mit Fehlstellen: (1) Risse am Innenradius von „Bergen“ (2) Einschneidungen und Aufwulstungen im Bereich der „Täler“ (3) u. (4) Ungleichmäßige Wellenformen (5) Scharfkantiger Übergang an den äußeren Flanken.
(Bilder: TÜV Süd Chemie Service)

Rohrleitungen sind keine starren Systeme. Sie unterliegen dynamischen Prozessen, beispielsweise Vibrationen oder thermische Längenänderungen, die mit Kompensatoren ausgeglichen werden. Kompensatoren bestehen aus einem Balg mit mehreren Wellen und den Losflanschen für den Einbau in die Rohrleitungen. Je niedriger die Wellenanzahl, desto besser kann der Kompensator Druckbelastungen aufnehmen. Höhere Wellenzahlen hingegen verbessern die Beweglichkeit. Stützringe in den Wellentälern erhöhen zudem die Druckfestigkeit.

Weiße PTFE-Bälge sind elektrisch nicht leitfähig und werden deshalb auch als Isolierstücke eingesetzt. Schwarze PTFE-Bälge kommen – vor allem in der Chemieindustrie – in explosionsgefährdeten Anlagen zum Einsatz, denn die Beimischung von Ruß verhindert die elektrostatische Aufladung.

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Lebensdauer von PTFE-Kompensatoren zuverlässig prognostizieren

Für einen störungsfreien Betrieb ist es besonders in der chemischen Industrie wichtig, die Lebensdauer von Kunststoff-Kompensatoren zuverlässig zu prognostizieren. Dazu müssen diese im Gesamtzusammenhang von Herstellung, Verarbeitung und späteren Betriebsbedingungen betrachtet werden.

In chemischen Anlagen werden die Kompensatoren meist unter Druck betrieben und mit aggressiven Medien in Kontakt gebracht. Als besonders widerstandsfähig haben sich unter solchen Bedingungen Kompensatoren aus Polytetrafluorethylen (PTFE) erwiesen. Das teilkristalline, linear aufgebaute Polymer aus fluoriertem Kohlenstoff ist in der Öffentlichkeit besser unter dem Markennamen Teflon bekannt.

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