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Erste Guideline über PTFE-Kompensatoren
Bei der Zusammenarbeit mit allen Teilnehmern wurde eine erste Guideline bzw. Werknorm über „PTFE-Kompensatoren, Technische Lieferbedingungen, Maße“ erarbeitet, die im Mai 2004 vorlag. Sie gilt für die Ausführung, Herstellung und Lieferung von PTFE-Kompensatoren, die mit metallischen Stützringen versehen sind. Diese Werknorm floss in die Werkstoffsammlung der chemischen Industrie ein und dient als Grundlage für die Herstellung, Prüfung und Lieferung von PTFE-Kompensatoren.
Wichtige Inhalte der Norm waren die Auflistung unzulässiger, funktionsbeeinträchtigender Fehler am PTFE-Balg, eine verbindliche Festlegung der Maße für zwei-, drei- und fünf-wellige PTFE-Kompensatoren und der Losflansche. Hinzu kam noch eine detaillierte Beschreibung, was die Qualitätskontrolle der fertigen Komponenten umfassen muss.
Die bisherigen Erfahrungen mit Kompensatoren, die dieser Werknorm entsprechen, waren positiv. In Einzelfällen kam es bei hohen Ausnutzungsgraden jedoch zu Verformungen an den Kompensatoren. Einige barsten während des Betriebs. Um solche Vorfälle künftig gänzlich zu vermeiden, wurde der Arbeitskreis im November 2008 erneut einberufen. Es sollte spezifiziert werden, unter welchen Bedingungen welche Kompensatoren sicher eingesetzt werden können und welche Verfahren geeignet sind, deren Lebensdauer solide einzuschätzen.
Berstversuche erweisen sich als ungeeignet
Bis dato wurde die Sicherheit von PTFE-Kompensatoren anhand von Berstversuchen bewertet. Diese zeigten sich jedoch als ungeeignet, um das Zeitstandverhalten und somit die Lebensdauer von Kompensatoren zuverlässig zu prognostizieren. So lieferten Berstversuche an Kompensatoren mit definierten Schädigungen im PTFE-Material die gleichen Ergebnisse wie Versuche mit materialtechnisch einwandfreien Kompensatoren – ein Ergebnis, das den gesammelten Erfahrungen der Praxis widerspricht.
Dagegen zeigten Zeitstand-Innendruckprüfungen, dass die Kompensatoren mit Schädigungen im Vergleich zu einwandfreien Bauteilen früher ausfallen. Herstellerangaben zu Berstversuchen sind zudem wenig aussagekräftig, da jeder Produzent seine eigenen Prüfbedingungen heranzieht. Die Ergebnisse sind somit weder reproduzierbar noch mit denen anderer Hersteller vergleichbar.
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