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Zahnradpumpen PFA-ausgekleidete Zahnradpumpen für die Wasseraufbereitung

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Heinz Raschdorf / Dr. Jörg Kempf

In einigen Prozess-Schritten der Wasseraufbereitung werden Medien eingesetzt, die große Herausforderungen an eine Pumpe stellen, da es bei bestimmten Pumpentypen zu Korrosion oder Undichtigkeiten kommen kann. Ein Fall für PFA (Perfluoralkoxypolymer)-ausgekleidete Zahnradpumpen!

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Die Verdergear Process PFA hat sich bereits in vielen anspruchsvollen Applikationen bewährt, so z.B. in einer Wasseraufbereitungsanlage in Nordrhein-Westfalen.
Die Verdergear Process PFA hat sich bereits in vielen anspruchsvollen Applikationen bewährt, so z.B. in einer Wasseraufbereitungsanlage in Nordrhein-Westfalen.
( Bild: Verder )

Für die Entsalzung von Wasser werden in der Wasseraufbereitung Ionenaustauscher eingesetzt, bei der unerwünschte Kationen z.B. durch Wasserstoffionen ausgetauscht werden. Da diese Reaktion nicht im Gleichgewicht verläuft, muss ein Ionentauscher regeneriert werden. Dies geschieht, indem ein Überschuss an „schwächeren“ Ionen zugegeben wird, der aufgrund der Masse die „stärkeren“ Ionen verdrängt. Diese Reaktion kann im Gleich- oder Gegenstrom durchgeführt werden. Die hierfür eingesetzte Salzsäure ist sehr korrosiv, produktberührte metallische Teile einer Pumpe würden in kurzer Zeit undicht und müssten ausgetauscht werden.

Salzsäure – ein anspruchsvolles Medium

Salzsäure ist in zwei Güteklassen erhältlich: als handelsübliche Salzsäure und als Reagenz. Handelsübliche Salzsäure kann dabei Verunreinigungen aufweisen, Salzsäure als Reagenz ist erheblich reiner. Die Korrosivität von Salzsäure hängt von drei Faktoren ab: der Konzentration, der Temperatur und der Anwesenheit von Chlor- oder Eisenionen.

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Für die Förderung von Salzsäure wird oftmals eine Pumpe aus Hastelloy C empfohlen. Setzt man Hastelloy C als produktberührten Werkstoff ein, ist es wichtig, zuvor die Güte der Salzsäure zu bestimmen. So wird beispielsweise manchmal Grauguss für Rohrleitungen oder Tanks eingesetzt, mit denen die Salzsäure in Berührung kommt. Da Grauguss ein Eisenwerkstoff ist, bildet sich beim Kontakt mit Salzsäure Eisenchlorid – ein wesentlich korrosiverer Stoff als Salzsäure. Viele Anwender sind sich dieser Verunreinigungs-Quelle nicht bewusst, und so passiert es oft, dass eingesetzte Pumpen nur eine sehr geringe Lebensdauer haben. Erfahrungen zeigen, dass handelsübliche Salzsäure mit Konzentrationen von 2 bis 37 Prozent äußerst korrosiv ist.

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